piwik no script img

Nach Brand im Lager Moria117 Geflüchtete landen in Hannover

Erneut ist ein Flug mit Geflüchteten aus griechischen Lagern in Hannover gelandet. Deutschland hatte die Aufnahme von 1.553 Menschen zugesagt.

dpa | Ein weiterer Flug mit Geflüchteten aus Griechenland ist in Hannover gelandet. Insgesamt 117 Menschen aus griechischen Flüchtlingslagern kamen nach Angaben des Bundesinnenministeriums am Mittwoch in Deutschland an.

Darunter sind 21 schwerkranke Kinder mit engen Angehörigen, insgesamt 18 Familien mit 75 Personen. Die große Koalition hatte im März vereinbart, im Rahmen eines europäischen Aufnahmeprogramms mehreren Hundert Migranten aus Lagern auf den griechischen Inseln die Einreise zu erlauben.

Insgesamt 928 Migranten sollen im Laufe der Zeit kommen, 243 davon behandlungsbedürftige Kinder und Jugendliche, der Rest Angehörige. Sie müssen in Deutschland noch ein Asylverfahren absolvieren.

Mit dabei sind auch 42 unbegleitete Minderjährige aus einem Kontingent von insgesamt 1.553 anerkannten Flüchtlingen, deren Aufnahme die Bundesrepublik nach dem verheerenden Brand im griechischen Lager Moria zugesagt hatte. Sie haben das Asylverfahren bereits hinter sich.

Vor dem Abflug wurden die Menschen in Griechenland auf das Coronavirus getestet – ein negativer Test ist Voraussetzung für die Reise. In Deutschland werden sie auf verschiedene Länder verteilt. Berlin nimmt 23 von ihnen auf, Thüringen 18, Rheinland-Pfalz 13, Sachsen und Hamburg je 11, Brandenburg 8, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen je 7, Baden-Württemberg und Hessen je 5, Mecklenburg-Vorpommern 4, Bremen 3 und Bayern 2.

Damit hat die Bundesrepublik laut Innenministerium seit April insgesamt 1.192 Migranten aus Griechenland aufgenommen. Darunter sind 191 unbegleitete Minderjährige, 201 kranke Kinder mit 651 Angehörigen und 149 anerkannte Flüchtlinge, die als Familien kamen.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare