Nach Aufregung im Netz: Amthor verzichtet auf Strandkorb im Kanzleramt
Nach dem Jobwechsel ins Kanzleramt hat Philipp Amthor einen Strandkorb auf den Büro-Balkon bringen lassen. Nun lässt er das gute Stück wieder abtransportieren.
Foto: Berlinfoto/imago
dpa | Der Strandkorb von Staatsminister Philipp Amthor (CDU) wird aus dem Bundeskanzleramt zurück nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht. Amthor nehme die an ihn gerichtete Kritik sehr ernst und habe deshalb entschieden, den Strandkorb abtransportieren zu lassen, sagte ein Regierungssprecher in der Bundespressekonferenz.
Amthor hatte den Strandkorb für sein Büro im Kanzleramt den Angaben zufolge privat gekauft und auch Anlieferung sowie Aufbau selbst bezahlt. Der Strandkorb stehe für Amthor für eine Verbundenheit mit seiner Heimat, wie der Sprecher ausführte.
Philipp Amthor ist seit Ende Juli Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Kanzleramt. In der zweiten Staffel der Doku-Serie „Inside CDU“ des ZDF ist zu sehen, wie der Strandkorb angeliefert und auf den Balkon neben seinem Büro gebracht wird. Die Szene hatte teils Spott und kritische Reaktionen in den sozialen Netzwerken ausgelöst. Ein Instagram-Beitrag von „ZDF heute“ zu Amthor bei „Inside CDU“ wurde bis Montagmittag rund 1.900 Mal kommentiert.
Szene polarisiert
Mehrere Instagram-Nutzer schrieben, sie hätten zuerst gedacht, dass es sich um Satire oder um KI-generierte Inhalte handle. Andere warfen Amthor Überheblichkeit vor, einer sprach gar von „spätrömischer Dekadenz im Endstadium“. Einige Nutzer nahmen die Szene aber auch mit Humor. „Ach irgendwie ist das lustig mit dem Strandkorb. Ich gönne ihm den Strandkorb“, schrieb eine Nutzerin unter einem Beitrag.
Amthor stammt aus Mecklenburg-Vorpommern, wo Strandkörbe die Strände an der Ostseeküste säumen. Auch in privaten Gärten oder auf Balkonen sind Strandkörbe in Norddeutschland keine Seltenheit. Der CDU-Politiker war bis vor Kurzem Digital-Staatssekretär, seit knapp zwei Monaten ist er Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt.
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