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Midterms in den Vereinigten Staaten Übernehmen jetzt die So­zia­lis­t:in­nen bei den US-Demokraten?

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In den USA sind linke De­mo­kra­t:in­nen auf dem Vormarsch und entscheiden Vorwahlen für den Kongress für sich. Reicht das, um im November zu überzeugen?

Bei den US-Demokraten regt sich Widerstand – gegen die Politik von Präsident Donald Trump aber auch gegen das liberale Parteiestablishment. Bei den Vorwahlen zu den Midterms im November gewinnen für die Demokratische Partei reihenweise Mitglieder der Democratic Socialists of America, einer linken Organisation.

Ihre bekanntesten Mitglieder, Bernie Sanders, Senator aus Vermont, Zohran Mamdani, Bürgermeister von New York und die Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez sind dauerpräsent in TV, Zeitungen und sozialen Medien. Immer mehr Menschen wenden sich sozial- und wirtschaftspolitisch linken Ideen zu, Gewerkschaften erstarken wieder, Bür­ge­r:in­nen wünschen sich höhere Vermögens- und Unternehmenssteuern. Viele bezweifeln, dass die aktuelle Regierung Wohnungsnot, Kaufkraftverlust und Ungleichheit noch in den Griff bekommt.

Außenpolitisch scheinen viele den linken Demokraten mehr zuzutrauen, als der liberalen Parteielite. Zu ihren Reihen zählen die schärfsten Kri­ti­ke­r:in­nen von Donald Trumps planlosem Krieg in Iran und dem US-Unterstützten Vorgehen Israels in Palästina.

Die Democratic Socialists of America schaffen es mithilfe von Haustürwahlkampf und Social-Media-Kampagnen, breite Unterstützung zu mobilisieren. Medien sprechen bereits vom „Mamdani-Effekt“ – in Anlehnung an den erfolgreichen Instagram-Wahlkampf des New Yorker Bürgermeisters im Jahr 2025.

Aber reicht das alles aus, um moderate und konservative Wäh­le­r:in­nen bei den Kongresswahlen im November zu überzeugen? Oder ist die Angst vor dem Kommunismus in den USA noch immer zu groß?

Über diese Fragen sprechen taz-Redakteur Fabian Schroer und Reporter Sebastian Moll, der seit vielen Jahren für die taz aus New York City berichtet.

Die aktuelle Folge wurde aufgezeichnet am 10. Juli um 15 Uhr MEZ.

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