Krieg in Nahost: Vier Tote bei Huthi-Angriff auf Handelsschiff
Die Iran-unterstützte Huthi-Miliz im Jemen greift immer wieder Schiffe in der Meerenge Bab Al-Mandab an. Nun kamen dabei Berichten zufolge Seeleute um.
Foto: Reuters
ap/dpa/taz | Bei einem Angriff der Huthi-Miliz auf ein Schiff in der Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer sind nach Angaben der jemenitischen Regierung am Dienstag vier Besatzungsmitglieder getötet worden. Bei den Opfern handle es sich um drei Pakistaner und eine Person aus Indonesien, hieß es in einer Mitteilung des Verkehrsministeriums der international anerkannten Regierung.
Demnach feuerte die vom Iran unterstützte Miliz drei ballistische Raketen auf das jemenitische Handelsschiff ab. Anschließend habe die Miliz eine weitere Rakete auf Rettungskräfte abgefeuert, die versucht hätten, das Schiff zu erreichen, wobei ein jemenitischer Helfer verletzt worden sei. Die Huthis äußerten sich zunächst nicht zu den Berichten.
Von der Huthi-Miliz lag zunächst keine Stellungnahme vor. Sie hatte am Dienstag auch erneut die Hafenstadt Mokka am Roten Meer sowie die zentral gelegene Provinz Marib mit Raketen und Drohnen angegriffen.
Die Iran unterstützte Huthi-Miliz kontrolliert den Nordwesten des Jemen, die international anerkannte Regierung und mit ihr verbundenen Milizen den Rest des Landes. Die Huthi-Miliz hatte jüngst verkündet, gegen mit Saudi-Arabien verbundene Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandeb vorgehen zu wollen und sie an der Durchfahrt zu hindern. Sie hat daraufhin mehrfach Schiffe angegriffen, unter anderem mit Drohnenbooten, so Berichte.
Das geschieht im Kontext des Iran-Kriegs: Mit Iran verbündete Milizen, vor allem die Huthis, hatten in dessen Rahmen immer wieder in Saudi-Arabien angegriffen und dabei auf die kritische Infrastruktur gezielt. Riad griff daraufhin im Jemen an. Zuletzt begannen auch die international anerkannte Regierung und ihre Milizen, wieder vermehrt gegen die Huthi-Miliz vorzugehen.
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