Katamaran vor Zypern gekentert: Mehrere Menschen sterben bei Fährunglück
Bei einem Fährunfall vor der Insel Zypern sind sieben Menschen gestorben. Das Schiff mit mehr als 250 Passagieren war kurz nach dem Auslaufen gekentert.
dpa | Bei einem Fährunfall vor der Insel Zypern sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Einsatzkräfte suchten noch nach 23 Personen, sagte der zyprische Präsident Tufan Erhürman dem Sender CNN Türk. 237 Passagiere seien gerettet worden.
Das Schiff der Bauweise Katamaran war kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia gekentert, sagte der nordzyprische Ministerpräsident Ünal Üstel nach Angaben der türkischen staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Laut dem nordzyprischen Verkehrsminister Erhan Arikli seien Küstenwache und Rettungsteams im Einsatz.
Kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia (türkisch: Girne) drang demnach Wasser in die Fähre ein, und es wurde ein Notruf abgesetzt. Auf Bildern des Senders CNN Türk war zu sehen, wie Menschen in Rettungswesten darauf warteten, in Sicherheit gebracht zu werden. Ein Helikopter kreiste über ihren Köpfen.
Arikli sagte türkischen und zyprischen Medien, dass sich insgesamt 267 Personen auf der Fähre befänden, 259 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder. Einige Menschen seien bereits an Land und in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Die Fähre sei auf dem Weg in das südtürkische Mersin gewesen. Die See war Medienberichten zufolge stürmisch.
Zypern ist seit 1974 nach einem Putsch nationalistischer griechischer Zyprer und einer darauffolgenden türkischen Militärintervention de facto geteilt. Im Jahr 1983 wurde die Türkische Republik Nordzypern (KKTC) proklamiert, die weltweit nur von der Türkei anerkannt wird. 2004 nahm die EU die Insel Zypern als Ganzes in die EU auf.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen
meistkommentiert