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Israel-Palästina-KonfliktErneuter Angriff in Südisrael

In der Stadt Aschkelon hat die Polizei einen Palästinenser nach einem Messerangriff getötet. Israel sanktioniert die Stadt Jenin im Westjordanland.

afp/taz | Ein israelischer Polizist hat am Dienstag einen Palästinenser getötet, der ihn zuvor mit einem Messer verletzt hatte. Der Mann habe bei einer Kontrolle in der südisraelischen Stadt Aschkelon ein Küchenmesser gezogen und den Beamten angegriffen, erklärte die Polizei. Der Polizist habe „schnell reagiert“, auf den Verdächtigen geschossen und ihn getötet. Der Beamte wurde leicht verletzt.

Der Angreifer stammte den Angaben zufolge aus der Stadt Hebron im Westjordanland. Am Sonntag hatten israelische Sicherheitskräfte in der Stadt eine Palästinenserin erschossen, die an einem Kontrollpunkt der israelischen Grenzpolizei einen Polizisten mit einem Messer leicht verletzte.

Die israelische Polizei hatte nach mehreren tödlichen Anschlägen einen Großeinsatz im Westjordanland gestartet: Laut der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa wurden am Montag 23 Pa­läs­ti­nen­se­r*in­nen gefangen genommen, die israelischen Streitkräfte sprechen von 13 Festgesetzen.

Infolge der Anschläge hat Israel außerdem Sanktionen ausgesprochen gegen die Stadt Jenin, aus welcher der Angreifer von Bnei Brak stammte. Das Verteidigungsministerium teilte am Samstag mit, dass israelische Staatsbürger die Stadt im Westjordanland nicht mehr betreten dürfen. Das dürfte der Stadt wirtschaftlich großen Schaden zufügen: Laut der israelischen Zeitung Ha'aretz machen arabischstämmige Israelis, die in Jenin einkaufen, etwa 75 Prozent der gesamten Kaufkraft der Stadt aus.

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