Israel, Libanon und der Irankrieg : Ist die Hisbollah am Ende?
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Was bedeutet der neu ausgebrochene Krieg für die Menschen und die politischen Machtkonstellationen im Land? Könnte dies das Ende der Hisbollah bedeuten?
Der Irankrieg hat längst auch den Libanon erreicht. Fast eineinhalb Jahre lang war es vergleichsweise ruhig zwischen dem Libanon und Israel. Zumindest offiziell herrschte ein Waffenstillstand. Doch diese fragile Ruhe ist nun vorbei. Einige Tage nachdem die USA und Israel in einem gemeinsamen Angriff das geistliche Oberhaupt Irans, Ali Chamenei, getötet haben, hat sich die Lage dramatisch verändert. Als Reaktion darauf feuerte die libanesische, von Iran unterstützte Miliz Hisbollah erneut Raketen auf israelisches Gebiet ab.
Israel reagiert seitdem mit massiven Luftangriffen auf Ziele im Libanon und ist mit einigen Einheiten in den Süden des Landes vorgedrungen. Besonders in den Grenzregionen spitzt sich die Lage zu. Dort sind viele Menschen erneut gezwungen, ihre Häuser zu verlassen und zu fliehen. Die Angst vor einer weiteren militärischen Eskalation wächst täglich. Für viele Libanesinnen und Libanesen bedeutet das eine schmerzhafte Rückkehr zu einer Realität, die sie aus früheren Konflikten nur zu gut kennen.
Doch der Krieg wirft nicht nur humanitäre Fragen auf. Er stellt auch die politischen Machtverhältnisse im Libanon erneut infrage. Die Hisbollah gilt seit Jahrzehnten als einer der einflussreichsten politischen und militärischen Akteure im Land – eng verbunden mit Iran und tief verankert im libanesischen politischen System. Gleichzeitig wächst innerhalb der Bevölkerung die Sorge, dass der Libanon erneut zum Schauplatz eines Stellvertreterkrieges wird.
Was bedeutet dieser Krieg also konkret für die Menschen im Libanon? Wie verändert er das ohnehin fragile politische Gleichgewicht im Land? Und könnte die aktuelle Eskalation tatsächlich einen Wendepunkt markieren – möglicherweise sogar das Ende der Hisbollah einläuten?
Über diese Fragen spricht in dieser Folge der fernverbindung Judith Poppe, Redakteurin im Ausland, mit der taz-Korrespondentin im Libanon, Julia Neumann.
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