Historie Verfolgung und Befreiung: Gleichgeschlechtliche Liebe
Eine kurze historische Revue aus Anlass der Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotschi. Rückwärts erzählt von Februar 2014 bis 2400 vor unserer Zeit.
Eigentlich könnte die Sache ganz einfach sein: Menschen können sich lieben und begehren, auch sexuell. Seit sehr antiken Zeiten tun aber so gut wie alle Religionen und die Länder, die sie im Griff haben, buchstäblich alles dafür, nur Mann-Frau-Kombinationen zu wertschätzen. Was davon abweicht, wird verfolgt, geächtet und zum Schweigen gebracht. Die Repressionen konnten und können tödlich sein für schwule Männer oder lesbische Frauen.
Dabei geht es auch ihnen nur um Liebe und Lust, wie bei gemischtgeschlechtlichen Paaren. Diese historische Zeitleiste zeigt, in welcher Tradition das moderne Russland Wladimir Putins steht: in der der Rosa Winkel, der Verfolgung queerer Lebensweisen und einer Sexualität, die nur Heterosexuelles für das Maß aller Dinge halten will. Dabei wäre die Sache so einfach ...
Weitere Ereignisse:
64 Der römische Kaiser Nero liiert sich mit einem Mann. Das römische Reich gilt vielen Konservativen wie eh und je als Imperium der Dekadenz und Sittenlosigkeit.
400 v.u.Z. Philosoph Platon überliefert aus dem alten Griechenland die gleichgeschlechtliche Liebe unter Männern – hauptsächlich solche, an der ein älterer und ein jüngerer Mann beteiligt ist.
2400 v.u.Z. Nianchchnum und Chnumhotep, zwei hohe Beamte am Hofe Pharaos – beider Amtsrang: Aufseher der königlichen Maniküre - dargestellt in einem Grabrelief in inniger Umarmung. Erstes kulturhistorisches Zeugnis der Liebe zweier Männer.
Idee in Anlehnung an eine Auflistung im dänischen Eisenbahnmagazin „Du & Se“, Januar 2014; erweitert durch das Sotschi-Team der taz. Erstellt mit TimelineJS.
Umverteilung gegen rechts
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