Hartz-IV-Sätze steigen: Neun Euro mehr
Statt 382 Euro sollen alleinstehende Hartz-IV-Empfänger ab dem nächsten Jahr 391 Euro monatlich erhalten. Über die Erhöhung entscheidet das Bundeskabinett am Mittwoch.
BERLIN dpa/rtr | Hartz-IV-Empfänger sollen mehr Geld bekommen. Der Regelsatz für Alleinstehende soll Anfang kommenden Jahres von 382 auf 391 Euro steigen. Das sieht die Verordnung des Bundesarbeitsministeriums für die Kabinettssitzung an diesem Mittwoch vor, die mehreren Nachrichtenagenturen vorliegt.
Beschlossen werden muss die Anhebung aber vom neuen Bundestag und Bundesrat nach der Bundestagswahl am 22. September.
Die Erhöhung entspricht gut 2,3 Prozent und liegt damit über der Preissteigerungsrate von zuletzt 1,5 Prozent. Um diesen Prozentsatz werden demnach auch die fünf anderen Hartz-IV-Regelstufen angehoben, in denen die eigentlichen Beträge etwa für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersgruppen niedriger ausfallen. Leben zwei Erwachsene in einer Bedarfsgemeinschaft, so erhalten sie künftig jeweils 353 Euro oder acht Euro mehr als bisher.
In die Anhebung geht die Preisentwicklung mit 70 Prozent und die Entwicklung der Nettolöhne mit 30 Prozent ein. Die Errechnung dieses Mischindexes erfolgt jährlich.
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