Fahrradfahren: 30.000 Menschen bei Fahrrad-Sternfahrt
Happening auf der Autobahn: Zehntausende Radler*innen erobern Berlins Straßen bei der ADFC-Sternfahrt. Was der Club von der Politik fordert.
dpa | Schätzungsweise 30.000 Fahrradfahrer haben sich am Sonntag laut Veranstaltenden und Polizei an der traditionellen Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) ins Berliner Stadtzentrum beteiligt. Viele starteten in Brandenburger Orten oder am Berliner Stadtrand und fuhren auf rund 20 Strecken Richtung Großer Stern und Siegessäule. Andere reihten sich unterwegs in den jeweiligen Tross ein, darunter waren viele Familien mit Kindern.
Das Besondere: Die 50. Sternfahrt, die diesmal unter dem Motto „Die Zukunft fährt Rad“ stand, wird alljährlich als Demonstration angemeldet, weswegen die Radfahrer*innen Straßen und auch Autobahnabschnitte wie die Avus (A115) oder die A100 zeitweise für sich haben. Das war auch dieses Mal so, Autofahrer mussten wegen der temporären Sperrungen auf Umleitungsstrecken ausweichen.
Der ADFC setzt sich mit der Sternfahrt seit Jahrzehnten für einen besseren Fahrradverkehr ein. „Die Menschen wollen von Herzen Radfahren, dennoch drängt die Politik sie an den Rand und schickt sie auf unsichere Wege“, erklärte Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Verkehrspolitik müsse die Belange der Radfahrer endlich ernst nehmen und mehr tun für sichere Radwege. „Wir fordern Ausbau statt Rückbau, Investitionen statt Kürzungen. Damit Radfahren jeden Tag sicher und komfortabel möglich ist.“
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