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Eine solidarische WocheFrüh aufstehen, um die Antifas in Prenzlau zu unterstützen

Die Woche bietet viele Termine für solidarische Aktionen rund um Prozesse, Verdrängung, Erwerbslosigkeit und den Parteitag der Brandenburger AfD

Auch eine Form von Solidarität: Buswartehalle in Prenzlau mit dem Grafitto „Nazis jagen“ Foto: serienlicht/imago

M al braucht man sie, mal gibt man welche. Sie ist meistens kostenlos und gleichzeitig goldwert. Ob gegen Verdrängung, für Gefangene, in Form von Sozialberatung oder gegen rechts. Sie war, ist und bleibt eine der stärksten Waffen der Menschheit: die Solidarität.

Einer Person droht nach 30 Jahren im Vinetakiez die Verdrängung aufgrund von Eigenbedarfskündigung und die Ortsgruppe Pankow der Mie­te­r*in­nen­ge­werk­schaft Berlin (MGB) bittet um zahlreiche Unterstützung zur solidarischen Prozessbegleitung. Es geht um den zweiten Verhandlungstermin im Amtsgericht Pankow. Es wird darum gebeten, mindestens 25 Minuten vorher mit Ausweis zur Einlasskontrolle da zu sein. Je mehr Leute kommen, desto besser, denn das kann durchaus einen Unterschied machen, nicht nur für die betroffene Person (Montag, 9. März, Parkstr. 71, Saal 210, 10.45 Uhr).

Das Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen lädt Interessierte und aktive Menschen im Kampf für Gefangenen-Solidarität zum Gefangenen-Info-Café in den Info- und Stadtteilladen Lunte in Neukölln ein. Das Café mit diversen Snacks und Getränken bietet einen Ort, um zusammenzukommen. Einen Ort, um sich zu vernetzen und Ideen zu sammeln, wie gemeinsam für Gefangenenrechte eingestanden werden kann – oder um Postkarten an Gefangene zu schreiben. Das nötige Material für selbst gestaltete Postkarten sowie Adressen gibt es vor Ort. Das Treffen findet jeden zweiten Montag im Monat statt (Montag, 9. März, Weisestr. 53, 17 Uhr).

Ebenfalls in der Lunte gibt es jeden Dienstag eine solidarische Sozialberatung zu ALG-II-Fragen von der BASTA! Erwerbsloseninitiative. Die Beratung findet auf Deutsch und Englisch statt. Um vorherige Anmeldung auf der Website wird gebeten: bastaberlin.de/beratung (Dienstag, 10. März, Weisestr. 53, 18 Uhr).

Auch in der Scherer 8 im Wedding gibt es von BASTA! eine solidarische Sozialberatung zum Thema Bürgergeld, ebenfalls auf Deutsch und Englisch. Die Beratung findet hier ohne Termin, aber mit einer Warteliste statt, die um 16 Uhr geschlossen wird, da die Kapazitäten vor Ort begrenzt sind (Mittwoch, 11. März, Schererstraße 8, 16 Uhr).

Organisiert vom „Hände weg vom Wedding!“ gibt es im Kiezhaus Agnes Reinhold ebenfalls eine solidarische Jobcenter-Sozialberatung. Das unabhängige Beratungsangebot setzt auf gegenseitige Hilfe und Solidarität. Vor Ort kann ins Englische übersetzt werden; Über­set­ze­r:in­nen für Arabisch, Türkisch, Italienisch und Kurdisch können auf Anfrage organisiert werden (Donnerstag, 12. März, Afrikanische Straße 74, 15 Uhr).

Und weil man auch gegen die AfD gemeinsam viel stärker ist, gibt es zum zweitägigen Parteitag der AfD-Brandenburg am 14. und 15. März in Prenzlau eine geplante gemeinsame Anreise aus Berlin. Los geht es von Berlin-Gesundbrunnen am Gleis 10. Erwartet werden um die 500 Personen. Unter dem Motto „Es gibt kein ruhiges Hinterland!“ wird zur Unterstützung der Antifas vor Ort aufgerufen (Samstag, 14. März, Gesundbrunnen, 06.15 Uhr)

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Desiree Fischbach
Jahrgang 1984, Magistra Artium Kunstgeschichte/ Theaterwissenschaft, FU Berlin. In der taz seit 2011: Webentwicklung Abteilungsleiterin. Hauptthemen Subkultur und soziale/ politische Bewegungen in Berlin. Foto: Maximilian König
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