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Diskussion um Wehrdienst in DeutschlandSozialverbände wenden sich gegen allgemeine Dienstpflicht

AWO, Diakonie und Rotes Kreuz halten Pflichtjahre für junge Menschen für unnötig. Stattdessen fordern sie, Freiwilligendienste besser zu finanzieren.

epd | Mehrere große Sozialverbände sprechen sich einem Bericht zufolge in der aktuellen Diskussion um die Wiedereinführung des Wehrdienstes gegen eine allgemeine Dienstpflicht aus. Das Süddeutsche Zeitung Dossier berichtete vorab, dass die jeweiligen Chefs von AWO und Diakonie, Michael Groß und Rüdiger Schuch, sowie die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, gegen einen Pflichtdienst sind.

Schuch wird in dem Bericht mit den Worten zitiert, er halte eine Dienstpflicht für „nicht nötig“. „Es ist eine hartnäckige Fehleinschätzung, dass junge Menschen zum Engagement gezwungen werden müssen“, unterstrich AWO-Präsident Groß. Vielmehr seien Freiwilligendienste „ein Motor für die Demokratie“.

Sein AWO-Amtskollege Groß nannte einen Pflichtdienst „die falsche Antwort“. Hasselfeldt befürwortet den Angaben zufolge ein „Jahr für die Gesellschaft“, doch solle dieses „freiwillig, pragmatisch und für alle Jugendlichen offen sein“.

Groß und Hasselfeldt appellierten an die neue Bundesregierung, verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen für Freiwilligendienste zu schaffen. Aktuell zwingen nach Darstellung des AWO-Chefs Etatkürzungen die Träger, Plätze und pädagogisches Personal abzubauen. Es sei aber gut, dass der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD hier eine Wende ankündige, sagte Groß.

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1 Kommentar

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  • Claude Nuage

    Die Bundeswehr braucht dringend Wehrpflichtige, die Sozialverbände können Kriegsdienstverweigerer nicht gebrauchen, daraus ergibt sich die logische Schlussfolgerung, die Kriegsdienstverweigerung aus dem Grundgesetz zu streichen.