piwik no script img

Die WahrheitHerbst, auf ein Wort

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit. Heute darf sich die Leserschaft an einem Poem über die Jahreszeit nach dem Sommer erfreuen.

Herbst, auf ein Wort. Bild: dpa

Die Zeit verrinnt. Schon haben wir Oktober.

Und du, der du den Sommer jetzt beerbst

– ja, genau du, Schwachmaten-König Herbst! –

machst uns das Leben sinnlos und zinnober.

So würdelos, wie du die Welt verfärbst,

die bunten Blätter andienst wie ein Ober,

dein ganzes Indian-Summer-Rumgekober,

das ist zum Kotzen! Ekelhaft und derbst.

Kein Wunder, dass du keine Freunde hast.

Wie Peter Altmaier bleibst du alleine

und niemand spielt mit dir. Herbst, aufgepasst:

Nimm schleunigst deine modrig-feuchten Beine

von meinem Küchentisch. Du bist kein Gast!

Vergiss das nicht. Verpiss dich und zieh Leine.

Unser Mittel gegen Antifeminismus

Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

3 Kommentare

 / 
  • J
    JadotA

    Brest. Herbst berst her.

    Strebt er erst?

  • J
    JadotA

    herb

    herbst

    am herbsten

  • Gegengedicht:

    Du lieber Herbst, verpiss' Dich nicht

    von meinem Tisch und lass' mir eines:

    (ich lieb Dich dafür inniglichst)

    ein Glas des edlen roten Weines.