Deutsche Bahn: Familientickets nun im Dauerangebot
Für die Abschaffung der Familienreservierung musste die Deutsche Bahn viel Schelte einstecken. Das Besänftigungsangebot bleibt dafür nun dauerhaft im Programm.
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dpa | Familien können für Fernverkehrsreisen mit der Deutschen Bahn ab sofort wieder das Familienticket buchen – und zwar dauerhaft. Das Angebot zum Preis von 99,99 Euro gilt für Reisen ab 1. November für eine Hin- und Rückfahrt im IC oder ICE, inklusive Sitzplatzreservierungen.
Die Bahn war Mitte 2025 heftig in die Kritik geraten, weil es die Familienreservierung abgeschafft hatte. Bis dahin konnten Familien für 10,40 Euro bis zu fünf Sitzplätze gemeinsam reservieren. Seitdem muss für jeden Platz einzeln bezahlt werden. In diesen Sommerferien bot das bundeseigene Unternehmen dann erstmals das Familienticket an – eine Art Antwort auf den Unmut über die Abschaffung der Familienreservierung. Aus dem temporären Angebot macht die Bahn nun ein dauerhaftes.
Beim Familienticket ist die Reservierung bereits inklusive. Mit dem Fahrschein können bis zu fünf Personen in den Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn in der zweiten Klasse für knapp 100 Euro in ganz Deutschland hin- und zurückfahren. Eine einzelne Fahrt kostet 59,99 Euro.
Keine beschränkten Stückzahlen
Das Ticket gilt unabhängig vom Verwandtschaftsverhältnis. Ein Erwachsener (ab 15 Jahren) kann nach Bahn-Angaben mit bis zu vier Kindern oder zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern unterwegs sein.
Man werde das Familienticket „in einer sehr hohen Verfügbarkeit anbieten“, teilte eine Bahnsprecherin auf Anfrage mit. „Es gibt keine von vornherein beschränkten Stückzahlen.“ Auf einzelnen, bereits stark gebuchten Verbindungen könne das Ticket aber nicht mehr verfügbar sein.
Der Sprecherin zufolge hat das Familienticket zu einer stärkeren Nutzung der Bahn durch Familien beigetragen: Im Sommer seien fast 100.000 Familien mehr als im Vorjahreszeitraum mit der Bahn gereist – mit Familienticket oder Sparpreisen.
Die Bahn beobachte seit Jahren eine steigende Nachfrage durch Familien. Daran habe auch die Abschaffung der Familienreservierung nichts geändert.
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