Das Detail zum Bundesligaspieltag: Das Logo mit den Zinnen
Monatelang hat der VfL Wolfsburg daran gearbeitet, sein altes Wappen zu reaktivieren. Der Klub erklärt sich damit offiziell zum Traditionsverein.
Über die gesamte Saison hinweg mögen sich die Liebhaber des gepflegten Fußballspiels gefragt haben, warum es den Machern beim VfL Wolfsburg einfach nicht gelingen will, aus einem nicht gerade billigen Kader eine anständig spielende Mannschaft zu formen. Am vorletzten Spieltag nun ist bekannt geworden, dass man Wichtigeres in der Klubzentrale zu bearbeiten hatte als die Spielkultur. Es wurde am Markenauftritt gewerkelt. Statt dem gewollt schwungvollen „W“ im 2002 eingeführten Klubwappen ist ab sofort wieder das sogenannte „Zinnenlogo“ Erkennungszeichen des Klubs.
Die oberen Enden des Buchstabens erinnern wieder an mittelalterliche Burgtürme. Ganz so alt ist der Verein zwar nicht, aber mächtig stolz auf seine über 80 Jahre währende Geschichte. „Die Zinnen stiften Identifikation und verkörpern Tradition“, lässt sich VfL-Aufsichtstratschef Sebastian Rudolph auf der Website des Klubs zitieren.
Monatelang habe man an der Rückkehr zum alten Logo gearbeitet. Monatelang? Um dann einen Buchstaben zu präsentieren, den es in genau dieser Form schon einmal gegeben hat?
Es solle eben ein inklusiver Prozess sein, „in den Vertreter der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH, des VfL Wolfsburg e. V., des Aufsichtsrates sowie der Fanszene und der Stadt“ involviert gewesen seien. Warum eigentlich die Stadt? Egal.
Am Ende hat man jedenfalls mit dem „Atelier Sasserath x Mutabor“ noch eine Berliner Agentur für „Strategieberatung, die Marken, Menschen und Organisationen hilft, ihre Einzigartigkeit wirksam zu machen“, engagiert, damit ja nur alles gutgeht bei der Rückkehr zu dem von Kurvenfans so schmerzlich vermissten Logo mit den Zinnen.
Die ersten Trikots mit dem neuen Logo gibt es zu kaufen. Endlich kann der Fokus im Klub wieder aufs Sportliche gelenkt werden. Dem Klassenerhalt steht nichts mehr im Weg.
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