Corona ist weiblich: Eine Krise der Frauen

In fast allen sozialen Aspekten trifft die Krankheit Frauen härter. Und das, obwohl oder gerade weil die den Laden wesentlich am Laufen halten.

Malerei an einer Hauswand: Eine Frau mit Mundschutz und im blauen Kitte umarmt Italien

Ein „Danke“ ist nett, reicht aber nicht aus Foto: Luca Bruno/ap

Ein blauer Kittel kleidet sie, ihr Mund und ihre Nase sind von einer Atemmaske verdeckt. Mit gesenktem Blick und geschlossenen Augen legt sie ihre Arme kümmernd um Italien. Dieses Wandbild des venezianischen Künstlers Franco Rivolli ziert die Fassade eines Krankenhauses in der italienischen Kleinstadt Bergamo. Und es fasst die Krise, in der wir stecken, gut zusammen. Denn die Pandemie ist eine Krise der Frauen. Eine Krise, um die sich Frauen sorgen und kümmern. Aber auch eine Krise, unter der besonders Frauen leiden – und zwar nicht nur in Italien oder Deutschland, sondern auf der ganzen Welt.

Auf den ersten Blick scheint diese Aussage falsch zu sein. Denn aktuelle Zahlen legen nahe, dass Covid-19 für Männer tödlicher ist als für Frauen. Doch in vielen Aspekten trifft die Pandemie sie härter.

Laut Bundesagentur für Arbeit arbeiten in den Berufszweigen, die in einer Krise wichtig sind, vermehrt Frauen: Das betrifft den Einzelhandel mit Nahrungsmitteln, die Krankenhäuser, Kindergärten oder Vorschulen. In einem durchschnittlichen deutschen Krankenhaus sind mehr als drei Viertel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiblich. Und das ist nicht nur hier so. Laut der WHO arbeiten in dem Arbeitsbereich „Health Workforce“ 70 Prozent Frauen, das hat die Weltgesundheitsorganisation bei einer Untersuchung von 104 Ländern herausgefunden.

Es sind systemrelevante Berufe, die meist schlecht bezahlt sind und keine guten Arbeitsbedingungen mit sich bringen. Pflegerinnen berichten von Überstunden und hoher körperlicher Belastung, seit Jahren wird von einem Notstand gesprochen. Nach Angaben von Verdi aus dem Jahr 2018 fehlen aktuell 80.000 Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern, das macht sich während einer Pandemie besonders bemerkbar. Erschwerend kommt hinzu, dass aufgrund des intensiven Kontakts mit Menschen die Ansteckungsgefahr in diesen Jobs extrem hoch ist. Während sich also viele Arbeitende ins Homeoffice verlegen konnten, sind Kassierer:innen, Pfleger:innen oder Erzieher:innen ständig mit hustenden oder vielleicht infizierten Menschen in Kontakt.

Mehr Fürsorge, weniger Geld

Frauen halten nicht nur in der Öffentlichkeit den Laden zusammen, sondern meist auch im eigenen Daheim. Viele Angestellte haben ihren Arbeitsort in den vergangenen Tagen und Wochen nach Hause verlegt. Da Schulen, Kitas und andere Einrichtungen geschlossen sind, müssen Kinder rund um die Uhr betreut werden.

Und nicht nur die – eine Pandemie fordert auch mehr Fürsorge um Kranke oder Alte, seien es die Eltern, Großeltern, Freund:innen oder Nachbar:innen. Neben der Lohnarbeit steigt die Care-Arbeit, und die übernehmen laut Umfragen meist Frauen. Denn die Entscheidung darüber, wer die Fürsorgearbeit übernimmt, folgt meist „logischen“ Überlegungen. Wer ist flexibler im Job? Wer Hauptverdiener:in? Wer kann beruflich eher zurückstecken? Da Frauen vermehrt in Teilzeit oder in Minijobs arbeiten, führt das dazu, dass sie vermehrt Care-Arbeit übernehmen und damit bestehende Strukturen verfestigt werden.

Besonders hart trifft die Situation dabei Alleinerziehende. Und davon gibt es viele. 2018 gab es 1,5 Millionen Alleinerziehende – die große Mehrheit davon Frauen. Für sie besteht meist nicht die Möglichkeit, die Care-Arbeit mit eine:r Partner:in zu teilen. Selbst die, die es sich finanziell leisten könnten, können nicht mehr auf Nannys oder Tagesmütter zurückgreifen, da diese aus Risikogründen nicht mehr arbeiten dürfen.

Trigger für Gewalt

Kontaktverbote oder Ausgangssperren sollen gegen die schnelle Ausbreitung des Virus helfen. Doch gleichzeitig zwingt es Menschen, auf engstem Raum viel Zeit mit Partner:innen, Familie oder Mitbewohner:innen zu verbringen. Diese Isolation fördert häusliche Gewalt – und das eigene Zuhause ist laut einer aktuellen UNO-Studie ohnehin schon der gefährlichste Ort für Frauen. Kaum einer bekommt mit, was hinter den geschlossenen Türen passiert. Die Frauenhäuser sind überfüllt und auch andere Angebote, wie Nottelefone, können häufig nicht genutzt werden, da der Partner es mitbekommen würde. In einer Quarantänesituation steigt zudem der Alkoholkonsum, der Stress und es kommt zu finanziellen Schwierigkeiten.

Das sind Trigger für Gewalt. Studien zufolge ist die Partnerschaftsgewalt nach Krisen wie dem Hurricane „Katrina“ in den USA um 53 Prozent gestiegen. Und auch in Deutschland rechnen Frauenberatungsstellen aktuell mit einer Zunahme von häuslicher und sexualisierter Gewalt und schlussendlich auch mit Femiziden. In chinesischen Städten sind laut der Frauenrechts-NGO Weiping die Notanrufe im letzten Monat um ein Dreifaches gestiegen.

Für ungewollt Schwangere wird es zudem schwieriger, einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen, das legt eine gemeinsame Recherche von taz und Buzzfeed nahe. Denn um einen Abbruch durchzuführen, müssen die Schwangeren verschiedene Termine außer Haus wahrnehmen. Das betrifft Pflichtberatung, eine gynäkologische Untersuchung, eine Ultraschalluntersuchung, den Abbruch selbst und eine Nachuntersuchung außer Haus. Das ist mit den Isolationsvorgaben nur schwer zu vereinbaren. Aus diesem Grund warnen Netzwerke wie Doctors for Choice und Pro Choice in einem gemeinsamen Brief: „Wir befürchten, dass Frauen wieder zu ‚unsicheren Abtreibungsmethoden‘ greifen – mit der Gefahr von gesundheitlichen Schäden wie Entzündungen, Sterilität und Blutungen bis hin zum Tod.“ In Bayern weigern sich laut Pro Familia die Krankenkassen beispielsweise gerade, Formulare für die Kostenübernahme für einen Schwangerschaftsabbruch digital zur Verfügung zu stellen, obwohl es nicht mehr möglich ist, sie persönlich abzuholen. Wer also nicht genügend finanzielle Ressourcen hat, kann momentan keinen Abbruch vornehmen lassen.

Und nicht nur bei diesem Aspekt spielt die finanzielle Lage eine Rolle. Die Coronapandemie ist auch schon längst eine Wirtschaftskrise: Alle Geschlechter sind bedroht von Jobverlust, Selbstständige von weniger Aufträgen, viele Betriebe gehen in Kurzarbeit. Laut einer Marktforschungsstudie in den G7-Staaten erwarten oder spüren bereits 70 Prozent der Bevölkerung negative Auswirkungen auf ihr Einkommen.

Doch langfristig gesehen sind es vor allem Frauen, die finanziell unter einer Epi- oder Pandemie leiden. Das geht aus einer Studie hervor, die sich die wirtschaftliche Entwicklung in Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit nach Ebola 2014, Zika 2015 und 2016 sowie nach Sars, der Schweine- und der Vogelgrippe angeschaut hat. Demnach finden Männer nach einer Krise viel schneller zu ihrem eigentlichen Einkommen zurück als Frauen. Da Frauen häufiger als Männer in Teilzeit, Minijobs und oder im informellen Sektor arbeiten, verlieren sie in wirtschaftlich schwierigen Phasen auch schneller ihre Jobs.

Alles, was Feminist:innen seit Jahren fordern, wird in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie noch notwendiger

Vor dem Virus sind eben nicht alle gleich. Und obwohl Geschlechter unterschiedlich betroffen sind, spielt es in den Maßnahmen bisher keine Rolle. Fakt ist: Diskriminierende Strukturen werden in der Krise verstärkt. Wer ohnehin von Rassismus, Klassismus oder Sexismus betroffen ist, wird diese Diskriminierung während Covid-19 noch stärker spüren. Das trifft dann eben nicht nur Frauen, sondern auch Menschen anderer Geschlechter, BPoC oder arme Menschen.

Was also tun? Über der Zeichnung an der Krankenhausfassade in Bergamo steht: „A tutti voi … Grazie“ (An euch alle … Danke!). Es ist schön und richtig, wenn diese (Mehr-)Arbeit sichtbar gemacht wird. Doch ein abendlicher Applaus vom Balkon aus reicht nicht. Alles, was Feminist:innen seit Jahren fordern, wird in Krisenzeiten wie der Coronapandemie noch notwendiger. Es braucht mehr Schutzräume für Frauen, mehr Ärzt:innen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen nicht nur in der Pflege. Es braucht ein gesellschaftliches Umdenken, in denen das Rollenbild der Frau als Kümmerin schwindet. Die Coronakrise stellt das Leben fast aller Menschen auf den Kopf. Vielleicht kann dieses Moment ein Auslöser für einen echten Wandel sein – hin zu einer gerechteren Gesellschaft.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie im Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 29. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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