Brüssel im Ausnahmezustand: Terrorwarnung auch am Sonntag
Keine U-Bahn, kein Shopping: Auch am Sonntag gilt in der belgischen Hauptstadt die höchste Terrorwarnstufe. Die EinwohnerInnen sollen zu Hause bleiben.
ap | In der belgischen Hauptstadt Brüssel gilt auch am Sonntag die höchste Terrorwarnstufe. Die Metro und die U-Bahnen fuhren den zweiten Tag in Folge nicht. Die Behörden empfahlen erneut, Sportwettkämpfe und Veranstaltungen in öffentlichen Gebäuden abzusagen. Einkaufszentren blieben geschlossen. Am Sonntagnachmittag will sich der Sicherheitsrat des Landes treffen, um die Lage neu zu bewerten.
In der Nacht zu Samstag hatte das nationale Krisenzentrum unter dem Eindruck der Terroranschläge in Paris die maximale Terrorwarnstufe vier für die Hauptstadtregion Brüssel ausgerufen. Das bedeutet, dass die Behörden von einer „ernsthaften und unmittelbaren Bedrohung“ ausgehen.
In der Millionenstadt befinden sich die Zentralen der Europäischen Union und der Nato sowie Büros zahlreicher multinationaler Unternehmen. Fünf Angreifer von Paris hatten Verbindungen nach Frankreich und Belgien. Brüssel war die Heimat des mutmaßlichen und mittlerweile getöteten Drahtziehers Abdelhamid Abaaoud.
Den Bürgern wurde empfohlen, in ihren Häusern zu bleiben sowie Ansammlungen, Bahnhöfe, Flughäfen und Einkaufszentren zu meiden. Ein Konzert des französischen Rockmusikers Johnny Hallyday wurde vom Samstagabend auf den kommenden März verschoben, die Königlichen Museen der Schönen Künste schlossen für das gesamte Wochenende.
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