Blutiger Bürgerkrieg in Sudan : Die Lage nach dem Massaker in El Fasher
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Ein Ende der brutalen Auseinandersetzungen ist nicht in Sicht und die Zivilbevölkerung leidet in erschütterndem Ausmaß. Worum geht es im Krieg in Sudan?
In Sudan herrscht seit mehr als zwei Jahren ein blutiger Bürgerkrieg – doch international bekommt er kaum Aufmerksamkeit. Jetzt aber richtet sich der Blick der Welt auf eine Stadt: El Fasher. Dort hat die Miliz Rapid Support Forces (RSF) Ende Oktober die Kontrolle übernommen – und dabei ein furchtbares Massaker verübt.
Die Hintergründe dieses Krieges sind komplex. Er begann als Machtkampf zwischen der sudanesischen Armee unter General Abdel Fattah al-Burhan und der RSF unter Mohammed Hamdan Dagalo, genannt Hemedti. Beide Seiten kämpfen um die Kontrolle über das Land – und die Zivilbevölkerung leidet darunter am meisten.
Satellitenbilder, die von der US-Universität Yale ausgewertet wurden, deuten darauf hin, dass um die Stadt weiterhin Massentötungen stattgefunden haben. Die meisten Einwohner seien den Bildern zufolge wohl getötet oder gefangen genommen worden, so die Wissenschaftler aus Yale.
In dieser Folge wollen wir erklären, worum es in diesem Krieg überhaupt geht – aber auch von den Menschen erzählen, die überlebt haben: von denen, die aus El Fasher fliehen konnten, und von denjenigen, die trotz allem geblieben sind.
Darüber spricht taz-Auslandsredakteurin Judith Poppe mit Simone Schlindwein, der Afrika-Korrespondentin der taz, in der aktuellen Folge der Fernverbindung.
Diese Folge wurde aufgezeichnet am 12. November 2025 um 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
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