Bevölkerungsentwicklung: Es wird mehr gestorben als geboren
In Berlin starben 2025 wieder mehr Menschen, als Kinder geboren wurden. In Brandenburg ist es der stärkste „natürliche Bevölkerungsrückgang“ seit der Wende.
Foto: picture-alliance/ dpa | Frank May
dpa | In Berlin und Brandenburg hat es im vergangenen Jahr erneut einen deutlichen Sterbeüberschuss gegeben. In der Hauptstadt kamen insgesamt 33.230 Kinder zur Welt, während 37.575 Menschen starben: ein Sterbeüberschuss von 4.345 Personen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Dienstag mitteilte. In Brandenburg starben den Angaben zufolge 35.743 Personen bei weniger als halb so vielen Geburten (14.495). Das sei der stärkste seit 1990 verzeichnete natürliche Bevölkerungsrückgang, schrieb die Behörde.
Mit durchschnittlich 1,18 Kindern pro Frau (2024: 1,20) hat die Geburtenziffer in Berlin 2025 laut Statistik den niedrigsten Stand seit 2003 erreicht. Damit lag sie deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 1,31 Kindern je Frau. Die Geburtenziffer bei ausländischen Frauen (1,56) war dabei höher als die bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit (1,01). In Brandenburg wurden im gleichen Zeitraum durchschnittlich 1,3 Kinder pro Frau geboren. 2024 waren es noch 1,33.
Tiefstand bei Eheschließungen
In Berlin werden Frauen den Angaben zufolge auch immer später Mütter. Hatte das Durchschnittsalter zum Kinderkriegen 2024 noch bei 32,2 Jahren gelegen, waren es ein Jahr später 32,3 Jahre. In Brandenburg blieb das Durchschnittsalter unverändert bei 31,6 Jahren. Die Zahl der Eheschließungen erreichte laut der Statistikbehörde einen historischen Tiefstand in der Hauptstadt. Demnach heirateten im vergangenen Jahr 11.235 Paare standesamtlich (2024: 11.243) und damit weniger als jemals seit Beginn der statistischen Erfassung 1991. Brandenburg kam auf 10.952 Hochzeiten, 32 mehr als im Vorjahr.
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