Umgang mit Erinnerungskultur Eine Utopie der Erinnerung Essay von Hannah Peaceman Das Gedenken an die Shoah ist oft ritualisiertes Gedächtnistheater. Es sollte jedoch ein verbundenes Erinnern unterschiedlicher Ereignisse sein. 8.8.2021
Prozess gegen früheren KZ-Wachmann Mit 100 auf die Anklagebank Im Herbst soll sich in Brandenburg ein früherer KZ-Wachmann vor Gericht verantworten. Ein Gutachten bestätigte die Verhandlungsfähigkeit des 100-Jährigen. 3.8.2021
Anklage wegen Beihilfe zum Mord Ehemalige KZ-Sekretärin vor Gericht Der Prozess gegen die 96-Jährige Irmgard F. kann stattfinden. Die ehemalige Sekretärin im KZ Stutthof wurde für verhandlungsfähig befunden. Von Andreas Speit 6.8.2021
Bremer „Arisierungs“-Mahnmal Beirat beschließt Standort Der Beirat Mitte will das „Arisierungs“-Mahnmal am Tiefer bauen – da, wo auch die Künstler:in und die jüdische Gemeinde den richtigen Ort dafür sehen. Von Henning Bleyl 21.7.2021
Zum Tod von Esther Bejarano „Wir dürfen nicht schweigen!“ Die Holocaust-Überlebende und Anti-Rechts-Aktivistin Esther Bejarano ist am Samstag im Alter von 96 Jahren gestorben. Ein persönlicher Nachruf. Von Tanja Tricarico 10.7.2021
Buch „Die Kinder von Teheran“ Der lange Weg der Flucht Von der Flucht jüdischer Kinder in den Iran ist bisher wenig bekannt. Mikhal Dekel hat darüber ein fesselndes Buch geschrieben. Von Klaus Hillenbrand 12.7.2021
Eine jüdisch-deutsche Familiengeschichte „Eins habe ich anders gemacht“ Seit 15 Jahren in Berlin, mit Sehnsucht nach Tel Aviv: Wie für ihre Familie geht es für Michal Dimenstein hin und her zwischen Israel und Deutschland. Interview von Susanne Messmer 11.7.2021
Ulrich Herbert über Holocaust-Forschung „Quellenlage ist besser geworden“ 16 Bände zählt die breiteste Sammlung zur Holocaust-Forschung. Historiker Ulrich Herbert über den finalen Band – und warum er den Diskurs zur NS-Zeit skeptisch sieht. Interview von Stefan Reinecke 15.6.2021
Nahost-Reise von Außenminister Maas Argumente müssen her Kommentar von Silke Mertins Es hat einen beunruhigenden Subtext, wenn Deutschland nur aufgrund seiner Geschichte mit Israel solidarisch ist. Die Glaubwürdigkeit fehlt. 20.5.2021
75. Geburtstag des Historikers Dan Diner Ostjude, Israeli, Deutscher Der Historiker Dan Diner wird 75. Angesichts des jetzigen Nahostkonflikts hilft ein Blick auf Werk und Biografie dieses undogmatischen Linken. Von Claus Leggewie 21.5.2021
Roman „Haus von Anita“ von Boris Lurie Wenn das Trauma erzählt Der Roman „Haus von Anita“ ist verstörend. Der Autor Boris Lurie brachte darin die industrielle Vernichtung im Holocaust mit Pornografie zusammen. Von Jens Uthoff 16.5.2021
Ausstellung über Shoah-Überlebende Neuanfang im Land der Täter Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Rendsburg zeigt Schicksale von Shoah-Überlebenden, die in der Nachkriegszeit in Deutschland blieben. Von Esther Geißlinger 30.5.2021
Hamburger Wintershall-Streit Opfer sollen selbst verhandeln Hamburg will keinen Beschluss über den Einzug der NS-belasteten Firma Wintershall ins Gebäude eines Dokumentationsorts. Sondern nur eine Mediation. Von Petra Schellen 12.5.2021
Der Hausbesuch Die Frau der vielen Leben Rahel Mann hat sich als 5-Jährige ein Jahr vor den Nazis hinter einem Schrank versteckt. Seitdem werfe sie nichts mehr aus den Stiefeln, sagt sie. Von Eva-Lena Lörzer 8.5.2021
Debatte über Politik und Medien Aus deutscher Tiefe Gastkommentar von Martina Steber und Riccardo Bavaj Die Historikerin Hedwig Richter und der „Zeit“-Vize Bernd Ulrich haben das Sonderwegsdenken deutscher Eliten angeprangert – zu Unrecht. 30.4.2021
Omer Bartov „Anatomie eines Genozids“ Stadt der Toten Der Holocaustforscher Omer Bartov hat in Archiven das Morden in einer Kleinstadt in Osteuropa recherchiert. Dabei hat er Unfassbares ans Licht gebracht. Von Jörg Später 3.5.2021
Den eigenen Hintergrund hinterfragen Keine Selbstidentifikation Kolumne Die Mendel'schen Regeln von Meron Mendel Empathie mit den Opfern des NS-Regimes ist gut. Bei Zeitzeug*innengesprächen kommt es aber oft zur Überidentifikation. 7.4.2021
Ausstellung „Der kalte Blick“ Bilder der Ermordeten Im „Dritten Reich“ stand die Wissenschaft im Dienst von Massenmördern. Davon erzählt eine Ausstellung in der Berliner Topographie des Terrors. Von Klaus Hillenbrand 2.4.2021
Wintershall-Streit schwelt weiter „Ein großes Missverständnis“ Die NS-belastete Firma Wintershall soll in dasselbe Gebäude ziehen wie ein Gedenkort. Der Vermieter versucht vergebens, die Verantwortung abzuwälzen. Von Petra Schellen 30.3.2021
Debatte um Holocaust und Kolonialismus Lob des Zweifels Gastkommentar von Gil Shohat Die Debatte um das Verhältnis von Holocaust- und Kolonialismus-Erinnerung ist von Opferkonkurrenz geprägt – und wird zu unversöhnlich geführt. 30.3.2021