Rückkehr von NS-Opferdokumenten Es bräuchte ein Gesetz gegen den verwerflichen Kommerz Nach ihrer verhinderten Auktion kehrten nun private Kriegstagebücher und Briefe aus KZs an die Ursprungsorte der deutschen Verbrechen in Polen zurück. Von Gabriele Lesser 26.10.2026
Ausstellung „Umstrittene Verwandtschaft“ Vergleichen, aber nicht gleichsetzen Das Deutsche Historische Museum Berlin wagt sich an ein Reizthema. Wie unterscheidbar sind koloniale und nationalsozialistische Gewalt tatsächlich? Von Andreas Fanizadeh 16.10.2026
„Heimatlos“ im Jüdischen Museum Wien Den Österreichern, die nicht länger Österreicher sein durften Wie kam es ab 1938 zur Vertreibung der Wiener Juden und wie war deren Leben im erzwungenen Exil? Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Wien zeigt Erschütterndes. Von Klaus Hillenbrand 8.10.2026
Buch über Träume von Schoah-Überlebenden Das Unsagbare mitteilen Die Literaturwissenschaftlerin Christiane Solte-Gresser analysiert Traumerzählungen von Schoah-Überlebenden und erkundet ihr heilendes Potenzial. Von Till Schmidt 19.9.2026
Aufstieg der Neofaschisten Sie sind wieder da Kolumne Schlagloch von Georg Seeßlen 81 Jahre ist das Ende der Nazi-Herrschaft in Deutschland her. Wie erklärt man da den scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg der „gesichert Rechtsextremen“? 18.9.2026
Theater des Goethe-Medaille-Preisträgers Was sich durch die Biografien der Lebenden und Toten zieht Prodromos Tsinikoris inszenierte und performte eindrücklich in Weimar das Doku-Theater-Stück „96 %“ über Thessaloniki seit der deutschen Besatzung. Von Hilka Dirks 31.8.2026
Deutscher Überfall auf die Sowjetunion Zeitkapsel der Angst 70 Jahre vergessen, jetzt wiederentdeckt: Das Museum Karlshorst stellt Briefe aus der Sowjetunion aus, geschrieben kurz nach dem deutschen Überfall. Von Klaus Hillenbrand 17.8.2026
Historiker Marģers Vestermanis gestorben Nichts vergessen, aufschreiben, Zeugnis ablegen Marģers Vestermanis war der letzte Überlebende von Ghetto, KZ und Waldbrüderzeit in Lettland. Zugleich war er Historiker des Holocausts. Ein Nachruf. Von Anita Kugler 4.8.2026
Sinti in Ingolstadt Das ewige Z Sie heißen Fröhlich, Landsberger, Höllenreiner – und sind von Auschwitz geprägt. Ein Besuch bei Sinti in Ingolstadt, die sich nicht mehr verstecken wollen. Von Dominik Baur 2.8.2026
Jüdische Privatfotografie Die Verfolgung im Kaffeegarten Es scheinen auf den ersten Blick Fotos des Alltags zu sein. Doch sie dokumentieren die Flucht von Juden in der Nazizeit. Robert Müller-Stahl hat sie untersucht. Von Klaus Hillenbrand 2.7.2026
Mahnmal für verfolgte Zeugen Jehovas „Verbeugung vor den Opfern des Nationalsozialismus“ Im Berliner Tiergarten ist das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas eingeweiht worden. Es schließt eine Lücke im Gedenken. 24.6.2026
Kyiv Biennial im KW Berlin Über Umwege zur „Nakba“ Die Kyiv Biennial in Berlin hantiert mit dem Begriff des „Middle-East-Europe“. Das geht nicht immer auf. Von Andreas Fanizadeh 12.6.2026
Plan für Restitutionsgesetz Steht alles still, wird es schwer mit der Gerechtigkeit Kulturstaatsminister Weimer will ein Restitutionsgesetz. Damit könnte im Fall von NS-Raubgut auch der Privatbesitz angetastet werden. Das ist so heikel wie lähmend. Von Klaus Hillenbrand 28.5.2026
Erste Außenstelle außerhalb Israels Holocaustgedenkstätte Yad Vashem kommt nach München Yad Vashem will eine Außenstelle in München einrichten mit einer Dependance in Leipzig. Das soll die jüdische Perspektive in der Erinnerungskultur stärken. 28.5.2026
Nachruf auf Holocaust-Überlebenden Farewell, Mister Weinberg Albrecht Weinberg setzte die Freude an allem Lebenden den Abgründen entgegen, denen er begegnet war. Nun ist der Holocaust-Überlebende mit 101 Jahren gestorben. Von Jens Uthoff 13.5.2026
Regisseur László Nemes zu „Andor Hirsch“ „Muss man sich der eigenen Gewalt stellen?“ László Nemes erzählt in seinem neuen Film „Andor Hirsch“ seine eigene Familiengeschichte. Er sieht sie stellvertretend für unsere Zivilisation. Interview von Thomas Abeltshauser 12.5.2026
Gedenken zum Tag der Befreiung Beflügelnde Innenansichten Türen in eine schmerzhafte Vergangenheit: Wie Terry Mandel aus San Francisco die Geschichte ihrer jüdischen Familie in Köln aufarbeitet. Von Klaus Hillenbrand 8.5.2026
Margot Friedländer bekommt einen Platz „Eine kleine Frau, aber eine ganz große Persönlichkeit“ Der Vorplatz des Abgeordnetenhauses heißt nun Margot-Friedländer-Platz. Die nach ihr benannte Stiftung kündigt an, sie mit einem Avatar zu verewigen. Von Stefan Alberti 7.5.2026
Philosophin über Verletzlichkeit „Der Gewaltbegriff hat sich enorm erweitert“ Seit Traumatisierbarkeit und Verletzbarkeit den Diskurs prägen, wächst die Cancel Culture. Aber auch die fruchtbare Selbstermächtigung von Opfern. Interview von Petra Schellen 20.4.2026
Stolpersteine erinnern an 15-Jährigen Er ging die gleichen Wege Schüler:innen erforschten das Schicksal eines 15-jährigen Berliners, der dort lebte, wo heute ihre Schule steht. Am Donnerstag erinnerten sie an ihn. Von Gereon Asmuth 17.4.2026
taz FUTURZWEI im Abo entdecken Endlich mal ein Magazin für Zukunft taz FUTURZWEI ist unser Magazin für eine bessere Zukunft. Das Abo bietet jährlich vier Ausgaben für nur 38 Euro. Zudem erhalten Sie eine Ausgabe von Luisa Neubauers neuestem Buch „Was wäre, wenn wir mutig sind?“ (solange Vorrat reicht). Jedes Quartal neu in Ihrem Briefkasten Nur 38 Euro im Jahr Als Prämie Luisa Neubauers „Was wäre, wenn wir mutig sind?“ Herausgegeben von Harald Welzer Jetzt abonnieren