Nachdenken in Namibia Bei Namibias erstem offiziellen Gedenktag an den deutschen Völkermord an den Herero und Nama werden die Differenzen zwischen Betroffenen und Regierung sichtbar Von Alfred Shilongo Ausgabe vom 30.5.2025, Seite 10, ausland Download (PDF)
Anwältin über Abkommen zum Völkermord „Sie verhandeln über ein Volk, das nicht mit am Tisch sitzt“ Die Verbrechen des Völkermords der Deutschen an den Herero und Nama sind bis heute spürbar, sagt Ngutjiua Hijarunguru-Kuṱako. Sie fordern Reparationen. Interview von Leila van Rinsum 23.3.2025
Milliardär schenkt Hamburg eine Oper Der Bürgermeister will sich doch nur freuen Kommentar von André Zuschlag Klaus-Michael Kühne will sich mit einer Oper ein Denkmal setzen. Eine kritische Debatte will Hamburgs Bürgermeister Tschentscher darüber bloß nicht. 14.2.2025
Diskussion um eine neue Oper in Hamburg Opernprojekt auf kolonialem Grund Statt einer Oper fordern Wissenschaftler:innen am Baakenhöft ein Dokumentationszentrum. Der Ort spielte für einen Genozid eine Schlüsselrolle. Von Robert Matthies 5.2.2025
Völkermord in Südwestafrika Die Ethik des Vergleichs Kolumne Schlagloch von Charlotte Wiedemann Wie können der Holocaust und der Genozid an Ovaherero und Nama verglichen werden? Am besten gar nicht, meint Berlin. In Namibia hört man anderes. 22.1.2025
Wahlen in Namibia Der ungelöste Völkermordstreit Die Wahlen in Namibia und Deutschland belasten die Verhandlungen um den Genozid an den Herero und Nama. Diesem fielen über 110.000 Menschen zum Opfer. Von Alfred Shilongo 27.11.2024
AfD ehrt deutschen Offizier in Namibia Verhöhnung statt Versöhnung Der Vizefraktionschef der NRW-AfD posiert vor einem Soldatengrab in Namibia. Die Landtagsreise sollte der Aufarbeitung der Kolonialzeit dienen. Von Sabrina Osmann 18.7.2024
Aufarbeitung des deutschen Kolonialismus „Es braucht handfeste Reparationen“ In Bremen wird immer am 11. August an die Opfer des deutschen Kolonialismus in Namibia erinnert. Das allein ist zu wenig, finden Kritiker:innen. Von Marta Ahmedov 11.8.2023
Deutscher Völkermord in Namibia Versöhnungsabkommen vor Gericht Nachfahren der Opfer des Völkermords in Deutsch-Südwestafrika verklagen Namibia. Das Abkommen mit Deutschland sei völkerrechtswidrig. Von Dominic Johnson 23.1.2023
Historiker über koloniale Aufarbeitung „Ein Kratzen an der Oberfläche“ Der Historiker Jürgen Zimmerer erforscht, wie Hamburg von Völkermord und Kolonialismus profitiert hat. Dabei stößt er zunehmend auf Widerstände. Interview von Knut Henkel 11.1.2023
Afrikastein in Berlin-Neukölln In Stein gehauene Taten Der „Afrikastein“ in Neukölln ehrt Täter des Genozids an den Herero und Nama, nicht die Opfer. Nach Jahrzehnten der Kritik soll sich nun etwas ändern. Von Susanne Memarnia 7.8.2022
Deutsche Kolonialverbrechen und Schule Black History Matters An einer Schule haben Schüler:innen eine Black History Class entwickelt. Sie fordern, dass Kolonialverbrechen Teil des Stundenplans werden. Von Ralf Pauli 29.6.2022
Kolonialverbrechen in Namibia Genozid, keine Kriege Deutschland hat die Verbrechen der deutschen Kolonialmacht im heutigen Namibia als Völkermord anerkannt. An Schulen wird das kaum behandelt. Von Canberk Köktürk 5.5.2022
Proteste in Namibia Bernadus Swartbooi bleibt standhaft In der Reparations-Frage rief er gegen die umstrittene Einigung Namibias mit Deutschland auf. Seinen rebellischen Ruf hat sich Swartbooi lange erarbeitet. Von Eva Oer 23.9.2021
Aussöhnungsabkommen mit Namibia Protest vor Parlament in Windhoek Am Dienstag sollte das Parlament über die Einigung mit Deutschland abstimmen. Der Deal ist hochumstritten, auch auf der Straße regt sich Widerstand. Von Eva Oer 21.9.2021
Völkermord an Herero und Nama Entschuldigung genügt nicht Kommentar von Jephta Nguherimo Deutschland erkennt den Völkermord an den Herero und Nama in Namibia an. Was fehlt, ist eine „moralische und materielle Wiedergutmachung“. 30.5.2021
„Erster Schritt“stößt auf Kritik Deutschland erkennt seinen Völkermord an den Herero und Nama im heutigen Namibia vor über 100 Jahren an. Als Wiedergutmachung bietet es aber keine Reparationen an, sondern 1,1 Milliarden Euro Hilfsgelder über 30 Jahre Von Dominic Johnson Ausgabe vom 29.5.2021, Seite 7, politik Download (PDF)
Aufarbeitung des deutschen Kolonialismus Mahnmal der Arroganz Gastkommentar von jürgen Zimmerer Der Umgang mit Raubkunst in Museen und die Aufarbeitung des Völkermords in Namibia zeigen die Halbherzigkeit der kolonialen Erinnerungspolitik. 16.5.2021
Hamburgs neokoloniales Buschholz-Projekt Geschäfte nach dem Völkermord Hamburg will seine Klimabilanz mit Buschholz aus Namibia aufhübschen. Es wächst dort, wo Herero lebten – bis die Deutschen sie fast vernichtet haben. Von Jan Kahlcke 4.4.2021
Rassismus in Windhoek Klima der Intoleranz An der deutschen Schule in Namibias Hauptstadt Windhoek kommt es immer wieder zu rassistischen Vorfällen. Die deutschsprachige Minderheit wehrt ab. Von Henning Melber 20.11.2020