Alfred-Kerr-Preis an Dietmar Dath: Viel Schreib, viel Ehr
Der Schriftsteller und „FAZ“-Redakteur Dietmar Dath erhält den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik.
Der Autor Dietmar Dath betreibt in Personalunion eine ganze Reihe an publizistischen Aktivitäten. Als Schriftsteller hat er rund 30 Romane geschrieben, hinzu kommen Sachbücher, ebenfalls im zweistelligen Bereich, ein Gedichtband und eine Oper. Mehrere seiner Bücher arbeitete er zu Theaterstücken um. Als Redakteur im Feuilleton der FAZ arbeitet er ebenfalls.
Preise hat er bisher insbesondere für seine Romane erhalten. Unter seinen Auszeichnungen finden sich aber auch der Siegfried-Kracauer-Preis, der für Filmkritiken vergeben wird. Wie jetzt bekannt gegeben wurde, kommt zu dieser Liste noch der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik hinzu. Was bei genauer Betrachtung ohnehin keine sich ausschließenden Metiers sind. Ist der Übergang zwischen Zeitungs- oder Magazinartikel und literarischer Erzählung bei Dath doch fließend. Man nehme zum Beispiel seinen Band „Heute keine Konferenz“ von 2007 mit Artikeln aus der FAZ.
Dath schreibt über so unterschiedliche Themen wie Film, Popkultur, Science-Fiction, soziologische oder naturwissenschaftliche Themen. So erschließe er auch schwierigste Werke auf hohem sprachlichen Niveau, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main am Dienstag mit.
„Seine Texte zeichnen sich durch ihre gewitzte, durchkomponierte und wohltuend eigensinnige Sprachgestaltung aus“, so die Begründung der Jury. Die Auszeichnung, die mit 5.000 Euro dotiert ist, soll Dath am 19. März auf der Leipziger Buchmesse verliehen werden.
Dietmar Dath wurde 1970 in Rheinfelden geboren und begann 1990 als Autor für Zeitschriften wie Titanic, Konkret und Spex. Von 1998 bis 2001 war er Chefredakteur der Spex, danach wechselte er ins Feuilleton der FAZ. Zu seinen Romanen zählen „Dirac“ (2006), „Die Abschaffung der Arten“ (2008) und der knapp 1.000 Seiten starke „Skyrmionen. Oder: A Fucking Army“ (2025).
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