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+++ Nachrichten im Nahostkrieg +++US-Militär fliegt nächste Angriffswelle auf Iran

Die USA greifen die zwölfte Nacht in Folge Ziele in Iran an. Iran bombardiert Kuwait und Jordanien. Die Huthi-Miliz beschießt ein saudi-arabisches Schiff.

Irans Armee und Revolutionsgarden melden Angriffe auf US-Ziele in Kuwait und Jordanien

Nach den jüngsten US-Angriffen auf Iran haben die iranische Armee und die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben Angriffe auf US-Ziele in Kuwait und Jordanien ausgeführt. Die iranischen Revolutionsgarden reklamierten am Donnerstag Attacken auf den in Kuwait gelegenen Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem, das Wüstenlager Udairi und eine Telekommunikationseinrichtung für sich, wie das Staatsfernsehen berichtete.

Auch die iranische Armee gab einen Angriff auf den Stützpunkt Ali al-Salem bekannt, zudem eine Attacke auf die ebenfalls in Kuwait gelegenen Militärstützpunkte Doha und Arifdschan, wie es laut Staatsfernsehen in einer weiteren Erklärung hieß.

Die iranischen Revolutionsgarden gaben laut dem Staatsfernsehen des Weiteren an, US-Militärausrüstung in Jordanien zerstört zu haben. Die Revolutionsgarden erklärten demnach, sie hätten unter anderem Radarsysteme, ein Patriot-Luftabwehrsystem und einen Hubschrauberhangar angegriffen. Die US-Streitkräfte hatten zuvor die zwölfte Nacht in Folge Ziele in Iran attackiert. (dpa)

Saudi-arabisches Schiff im Roten Meer beschossen

Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen greifen nach eigenen Angaben zwei ⁠saudische Öltanker an. Die Schiffe mit den Namen Encela und Laylia hätten eine von der Gruppe ‌verhängte Seeblockade ‌verletzt, heißt es ⁠zur Begründung. Die Huthi hatten am Montag eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt. ‌Eine Stellungnahme ‌von Saudi-Arabien liegt zunächst nicht vor. (rtr)

Miliz verkündet „Verbot der Schifffahrt“ für Saudi-Arabien

Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ für saudi-arabische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem benachbarten Königreich, das seit mehr als zehn Jahren Krieg gegen die Miliz führt. Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein „Verbot der Schifffahrt“, sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari. Er ließ aber offen, in welchen Gewässern das Verbot gelten solle.

Die Huthi kontrollieren im Jemen vor allem den Norden des Landes und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von dort aus können sie mit ihrem Arsenal aus Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern auch Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen, die zusammen mit der Straße von Hormus zu den wichtigsten Seewegen weltweit zählt. Wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus im Irankrieg exportiert Saudi-Arabien einen großen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline aus dem Osten zum Hafen Janbu am Roten Meer.

In den vergangenen Jahren beeinträchtigten die Huthi mit Angriffen im Roten Meer – im Zusammenhang mit dem Gazakrieg – den Welthandel mehrfach massiv. Durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab („Tor der Tränen“ oder „Tor der Klagen“) vor Jemens Küste führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa. (dpa)

US-Militär beendet nächste Angriffswelle gegen Iran

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht wieder militärische Ziele in Iran attackiert. Die fünfstündige Angriffswelle sei um 22.30 US-Ostküstenzeit (6.00 Uhr Ortszeit im Iran) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit. Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.

US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch bei einer Veranstaltung in Marietta im US-Bundesstaat Georgia betont, dass Iran aus seiner Sicht noch nicht bereit für einen Deal sei. Immer wenn Teheran einen Kompromiss schließe, wollten die Iraner ihn danach wieder ändern, kritisierte Trump. „Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein“, betonte er – was sich als indirekte Drohung interpretieren ließ.

Bereits am Mittwochmorgen (US-Ostküstenzeit) hatte Trump Iran sehr deutlich gedroht, die Vereinigten Staaten würden künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk in Iran „bombardieren und zerstören“, wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Straße von Hormus beschießt, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Dabei würden auch Brücken und Kraftwerke in Teheran oder in der Nähe der Hauptstadt ins Visier genommen. (dpa)

Bericht: USA entsenden Spezialeinheiten, Bomber in Bereitschaft

Wegen des Streits um die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wie Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus eskaliert der Irankrieg seit Anfang des Monats wieder. US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe – etwa über die Verlegung weiterer Kampfflugzeuge in die Region.

Das Wall Street Journal berichtet nun über weitere Anzeichen dafür. So seien in der vergangenen Woche laut Flugverfolgungsdaten und Aussagen von US-Beamten Spezialeinheiten in die Region entsandt worden. Zudem befänden sich Bomber auf Stützpunkten in den USA und Großbritannien in höchster Einsatzbereitschaft, zitiert die Zeitung einen der Beamten. Außerdem seien in den vergangenen Tagen mehr als 150 Sanitäter im Landstuhl Regional Medical Center in Rheinland-Pfalz eingetroffen, der wichtigsten Anlaufstelle für die Behandlung von im Nahen Osten verletzten US-Soldaten.

Nach Einschätzung des Wall Street Journal könnte die Truppenverstärkung auch darauf abzielen, Trump mehr Handlungsspielraum zu geben, um gegen die von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen vorzugehen. Die Islamisten hatten am Montag eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Königreich, das an den Jemen grenzt und seit mehr als 10 Jahren Krieg gegen die Miliz führt. (dpa)

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