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+++ Nachrichten im Irankrieg +++Bahrain meldet Drohnenangriffe

Die USA beschuldigen den Iran, ein Schiff in der Straße von Hormus attackiert zu haben – und greifen Ziele im Iran an. Bahrain wirft Iran „Sabotage“ vor.

Bahrain meldet Drohnenangriffe

Bahrain hat am Samstag Drohnenangriffe aus dem Iran gemeldet. Das Außenministerium teilte mit, mehrere iranische Drohnen hätten am frühen Morgen Ziele in dem Golfstaat angegriffen. Das Ministerium verurteilte die Angriffe auf das Schärfste und warf dem Iran eine „eklatante Verletzung“ der Souveränität des Landes und eine „Sabotage“ der Friedensbemühungen vor. Ein genauer Angriffsort wurde nicht genannt. Auch zu möglichen Verletzten oder Schäden wurden keine Angaben gemacht.

Nach US-Angriffen auf Ziele im Iran hatte Teheran nach eigenen Angaben am Samstag Gegenangriffe auf US-Einrichtungen in der Golfregion ausgeführt. Das iranische Außenministerium warf Washington einen „eklatanten Verstoß“ gegen das zwischen beiden Ländern geschlossene Rahmenabkommen vor. Das US-Militär hatte zuvor mitgeteilt, es habe als Reaktion auf einen iranischen Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen attackiert. (dpa/afp)

Iran: Keine Schäden am Hafen von Sirik nach US-Angriff

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rtr | Bei dem US-Angriff am späten Freitagabend sind am iranischen Hafen Sirik einem örtlichen Behördenvertreter zufolge keine Schäden entstanden. Die Lage vor Ort sei normal, meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf den ‌Beamten.

USA melden erste Angriffe gegen Iran seit Rahmenabkommen

dpa | Erstmals seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens mit Teheran zur Beilegung des Kriegs hat das US-Militär wieder Angriffe gegen den Iran gemeldet. Die Angriffe aus der Luft auf iranische Raketen- und Drohnenlagerstätten sowie küstennahe Radaranlagen seien als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag erfolgt, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom am späten Freitagnachmittag US-Ostküstenzeit mit.

US-Präsident Donald Trump hatte den Angriff auf das Frachtschiff zuvor dem Iran zugeschrieben und als Verstoß gegen die Waffenruhe-Vereinbarung gewertet. Als Reaktion auf die US-Angriffe habe die Marine der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) US-Ziele in der Region attackiert, hieß es in einer Stellungnahme der iranischen Eliteeinheit. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht, eine Bestätigung von US-Seite stand zunächst aus.

Was über die US-Angriffe bekannt ist

dpa | Aus der iranischen Stadt Sirik wurden iranischen Berichten zufolge in der Nacht zu Samstag Explosionsgeräusche gemeldet. Das berichtete unter anderem das Staatsfernsehen Irib. Die Stadt in der Provinz Hormusgan liegt am Persischen Golf nahe der Straße von Hormus und war bereits in der Vergangenheit immer wieder Ziel von US-Angriffen. Auch von der Insel Qeschm wurden demnach Einschläge von Projektilen gemeldet.

Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf einen US-Beamten, dass sechs Kampfflugzeuge der US-Luftwaffe vier iranische Stellungen entlang der Straße von Hormus und auf der Insel Qeschm angegriffen hätten. Die Angriffe dauerten demnach etwa 90 Minuten.

Was über den Angriff auf das Schiff bekannt ist

dpa | Am Donnerstag war ein Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus bekannt geworden. Nach Angaben des US-Militärs traf der Iran das unter der Flagge Singapurs fahrende Handelsschiff mit einer Drohne, als dieses die Straße von Hormus entlang der omanischen Küste verließ.

Der Vorfall vor der Küste des Omans ereignete sich wenige Stunden, nachdem Irans Revolutionsgarden gewarnt hatten, dass Durchfahrten nur auf von Teheran festgelegten Routen sicher seien.

Als Reaktion auf den Angriff auf das Schiff unterbrach die Weltschifffahrtsorganisation IMO zunächst ihre Evakuierung festsitzender Seefahrer. Bis zu der Unterbrechung ihrer Mission in der Straße von Hormus konnte sie nach eigenen Angaben 2.500 Seefahrer evakuieren.

Im Zuge der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran hatte die Islamische Republik Anfang März die wichtige Meerenge durch Drohungen und Angriffe für den Schiffsverkehr weitestgehend gesperrt. Die USA reagierten im Verlauf mit einer eigenen Seeblockade für Schiffe, die iranische Häfen anliefen oder verlassen sollten. Im Zuge des Rahmenabkommens wurden beide Blockaden inzwischen aufgehoben.

Revolutionsgarden melden Gegenangriffe auf US-Einrichtungen

afp | Nach Vergeltungsangriffen der USA auf den Iran haben die iranischen Revolutionsgarden ihrerseits nach eigenen Angaben US-Einrichtungen attackiert. Dies berichtete das iranische Staatsfernsehen in der Nacht zum Samstag. „Sollte sich die Aggression wiederholen, wird unsere Reaktion noch umfassender ausfallen“, warnten die Revolutionsgarden demnach.

Vance: „Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“

rtr | Nach US-Militärschlägen gegen den Iran richtet US-Vizepräsident J. D. Vance eine deutliche Warnung an ‌die Regierung in Teheran. „Gewalt wird mit Gewalt beantwortet“, teilt Vance auf der Plattform X mit. Zuvor haben die USA iranische Ziele angegriffen, nachdem ein Handelsschiff in der Straße von Hormus attackiert worden ist. Wenn der Iran Meinungsverschiedenheiten über die Umsetzung der Absichtserklärung habe, könne er ‌zum Telefon greifen, erklärt Vance weiter.

Weltschifffahrtsorganisation: Über 2.000 Seeleute evakuiert

dpa | Die Weltschifffahrtsorganisation IMO hat bis zur aktuellen Unterbrechung ihrer Mission in der Straße von Hormus etwa 2.500 festsitzende Seefahrer evakuieren könne. Die zu Wochenbeginn gestartete Mission habe mindestens 115 Schiffe umfasst, sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez.

In Reaktion auf den Angriff auf ein Schiff im Golf von Oman unterbrach die IMO die Evakuierung dann vorläufig. Dominguez erwarte nun zunächst Sicherheitsgarantien, bevor man die Aktion fortsetze. Das betroffene Schiff habe sich nicht auf Durchfahrt im Rahmen des IMO-Evakuierungsplans befunden. Die UN-Sonderorganisation hatte am Dienstag angekündigt, 11.000 Seeleute aus der Region zu evakuieren.

Iranischer Politiker: Trump hält sich nicht an Waffenruhe

rtr | Der Leiter des nationalen Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament wirft US-Präsident Donald Trump vor, sich nicht an die Prinzipien von Verhandlungen oder einer Waffenruhe zu halten. ‌Die „rücksichtslose Verletzung der Waffenruhe“ werde aufseiten der USA ⁠zu „Rückzug und Bedauern“ führen, sagt er. Unterdessen sind die US-Angriffe im ‌Iran nach Angaben ‌eines ⁠US-Regierungsvertreters beendet, wie der Sender CNN berichtet.

Rubio: Israel-Libanon-Abkommen soll Entwaffnung der Hisbollah voranbringen

afp | Das Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon soll nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio auch die Entwaffnung der Hisbollah voranbringen. Das auch von den USA unterzeichnete Vertragswerk schaffe ein „klares und strukturiertes Verfahren“, um die proiranische Miliz und ihre Infrastruktur zu entwaffnen, erklärte Rubio am Freitag in Washington.

Zudem werde eine von den USA unterstützte militärische Arbeitsgruppe eingerichtet, die bei der Umsetzung des Abkommens helfen solle. Der US-Chefdiplomat fügte an, die USA würden außerdem 100 Millionen US-Dollar (rund 88 Millionen Euro) an humanitärer Hilfe in Abstimmung mit den Vereinten Nationen bereitstellen. Zudem werde Washington der libanesischen Armee 30 Millionen US-Dollar erstatten, um deren Fähigkeiten auszubauen.

Israel, der Libanon und die USA hatten am Freitag in Washington ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das den Weg für ein Friedensabkommen zwischen Israel und dem Libanon ebnen soll. Israel und der Libanon unterhalten bislang keine offiziellen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.

Die vom Iran unterstützte Hisbollah war nicht an den Gesprächen beteiligt. Sie hatte den Libanon Anfang März mit Angriffen auf Israel in den Irankrieg hineingezogen. Israel reagierte mit Luftangriffen auf Ziele im Libanon und rückte zudem mit Bodentruppen im Süden des Landes vor. Zuletzt galt eine brüchige Waffenruhe.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte nach der Unterzeichnung erklärt, Israel werde erst nach einer Entwaffnung der Hisbollah aus dem Libanon abziehen. Hisbollah-Chef Naim Kassem forderte dagegen einen vollständigen und bedingungslosen Abzug Israels aus dem Libanon.

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