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+++ Nachrichten im Irankrieg +++USA bombardieren Dutzende Ziele in Iran

Trump spricht von Vergeltung für Hubschrauberabschuss am Dienstag. Iran beschießt US-Stützpunkte in der Golfregion und Jordanien.

USA bombardiert Ziele in Iran als „Vergeltung“

dpa | Die USA und Iran haben sich in der Golfregion trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitig angegriffen. Als Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers bombardierte das US-Militär in Iran Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Bereich der Straße von Hormus, wie das zuständige Regionalkommando Centcom auf X mitteilte.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Iran für den Abschuss des Hubschraubers verantwortlich gemacht und Vergeltung angekündigt. Er sprach später von einer „sehr starken, sehr kraftvollen“ Antwort auf Irans Vorgehen.

Das US-Militär sprach von einer „verhältnismäßigen“ Antwort auf den iranischen Abschuss des Apache-Kampfhubschraubers vor der Küste des Omans. Die US-Streitkräfte seien bereit, sich weiter gegen „ungerechtfertigte iranische Aggressionen“ zu verteidigen, teilte Centcom weiter mit.

US-Medienberichten zufolge erfolgten die Angriffe in Iran in drei Wellen und richteten sich gegen rund 20 Ziele. Iranische Medien berichteten unter anderem über Explosionen in der Stadt Sirik an der Straße von Hormus sowie auf der Insel Qeschm. Auch aus dem Bereich der Großstadt Bandar Abbas gab es Berichte über Einschläge. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden zwei Wassertanks in einem Bezirk von Sirik getroffen, die dortige Trinkwasserversorgung sei unterbrochen.

Iran greift US-Stützpunkte in der Golfregion an

dpa | Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an, unter anderem mit ballistischen Raketen. Kuwaits Luftabwehr war laut Armeeangaben im Einsatz.

Irans Revolutionsgarden – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – führten nach Angaben iranischer Medien eine Drohnenattacke auf das Hauptquartier der US-Marine für den Nahen Osten in Bahrain aus. Zudem sei ein Stützpunkt in Jordanien angegriffen worden, hieß es.

Der arabische Sender Al Jazeera meldete am frühen Morgen unter Berufung auf das jordanische Militär, dass fünf iranische Raketen abgefangen worden seien. Keine dieser Angaben konnte zunächst unabhängig überprüft werden. Am frühen Morgen schrillten unterdessen auch in Bahrain abermals die Sirenen.

Die Inselnation war wie Kuwait und andere Golfstaaten schon zuvor mehrfach unter iranischen Beschuss geraten. Sie alle beherbergen US-Militärstützpunkte, die sich nur wenige Hundert Kilometer von der Islamischen Republik entfernt befinden.

Iran appelliert an Golfstaaten

afp | Das iranische Außenministerium sieht die Golfstaaten nach eigenen Angaben in der „rechtlichen und moralischen Verantwortung“, Angriffe der USA und Israels auf die Islamische Republik zu verhindern. Die Länder in der Region müssten dafür sorgen, dass die US-Armee und Israel „ihr Territorium oder ihre Einrichtungen“ nicht nutzten, um „feindselige Handlungen gegen Iran zu planen, zu organisieren, auszuführen oder zu unterstützen“, erklärte das Ministerium am Mittwoch.

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