Kuratorin über koloniale Fotos „In Peru ist das Interesse an Wiederaneignung groß“ Hamburgs ethnologisches Museum MARKK sucht in der Schau „Bilderechos aus Peru“ auf Fotos auch nach Hinweisen auf vorkoloniale queere Praktiken. Interview von Petra Schellen 29.6.2026
Niederländische Kolonial-Vergangenheit Entschuldigung nach 75 Jahren Ein Denkmal für die molukkische Minderheit thematisiert das verdrängte Schicksal der einstigen niederländischen Kolonialsoldaten in Indonesien. Von Tobias Müller 22.6.2026
Soziologe über Chancen einer Fußball-WM „Das zeugt noch von einem kolonialen Denken“ Beim Fußball kommen politisch und wertemäßig Unterschiedliche zusammen wie sonst nirgends, sagt der Soziologe und Fußballfan Aladin El-Mafaalani. Interview von Peter Unfried 22.6.2026
Deutschland gegen Côte d’Ivoire Das Recht auf den eigenen Namen Côte d’Ivoire heißt das Land, aus dem der nächste Gegner des DFB-Teams kommt. Doch immer noch wird der Kolonialbegriff Elfenbeinküste verwendet. Von Fridolin Haagen 20.6.2026
Kap Verde Kicken, um endlich gesehen zu werden Zum ersten Mal nimmt Kap Verde an einer Fußball-WM teil. Der afrikanische Inselstaat will mehr Tourismus, mehr Investitionen und ein besseres Image. Von Ronny Blaschke 14.6.2026
Landkonflikte in Brasilien Die Rückeroberung Das Volk der Pataxó kämpft um die Rückgabe ihrer Gebiete. Auf Regierung und Justiz können sie sich nicht verlassen – also besetzen sie Farmland. Von Christine Wollowski 12.6.2026
Neue Ethik bei Foto-Triennale Hamburg Als die Haarlocke der Mumie in der Elbe versank Hamburgs 9. Triennale der Photographie macht in 11 Ausstellungen das Foto zum Medium kultureller Wiedergutmachung – und fordert eine neue Ethik des Altruismus. Von Petra Schellen 10.6.2026
Film „I Only Rest in the Storm“ Er soll bloß einen Bericht schreiben Regisseur Pedro Pinho schickt in „I Only Rest In The Storm“ einen Ingenieur nach Guinea-Bissau. Im Film dominieren Zwischentöne und Mehrdeutigkeit. Von Tobias Obermeier 27.5.2026
Videospiele im Kino Zusammen Kolonialismus aufarbeiten Kolumne Zockerzecke von Alexandra Hilpert Ein Kino in Moabit bringt Videospiele auf die Leinwand. Dieses Mal ging es um das Spiel „Relooted“, bei dem afrikanische Raubkunst zurückgeholt wird. 20.5.2026
Schwarze Autorin über die Nachkriegszeit „Ich wurde regelmäßig auf der Straße beschimpft“ Marion Kraft wuchs als Schwarzes Kind im rassistischen Nachkriegsdeutschland auf. Jetzt liegt ihr biografisch inspiriertes Romandebüt vor. Interview von Petra Schellen 20.5.2026
Widerständiges Frauenfimlfestival Erzählungen über Kolonialismus und Allmende Das Frauenfilmfestival in Dortmund und Köln widmet sich noch mal indigenem Widerstand gegen koloniale Ausbeutung. Der solidarische Austausch passte perfekt. Von Silvia Hallensleben 27.4.2026
Völkerrecht in der Krise Das Recht der Gleichen Gastkommentar von Matthias Goldmann Das Völkerrecht ist nicht tot, aber stark reformbedürftig. Europa sollte sich für mehr Gleichheit einsetzen – und die ehemals Blockfreien umwerben. 17.4.2026
Buch über russischen Kolonialismus Das Ende des russischen Imperiums Maksym Eristavi erforschte die lange Tradition des russischen Kolonialismus. Queer und ukrainisch zu sein gilt in Russland gleichermaßen als kriminell. Von Jens Malling 16.4.2026
Forscher über museale Erwerbspraktiken „Die Kolonisierten wurden eingeschüchtert“ Erpressung war gang und gäbe: Provenienzforscher Aziz Sandja ergründet, wie in der Kolonialzeit rituelle Objekte in europäische Museen kamen. Interview von Petra Schellen 7.4.2026
Landnahme in Brasilien Die Agrobarone und die Quilombolas Reisbauern zerstören die Lebensräume indigener Gemeinschaften in Brasilien. Die Regierung verpflichtet sich zum Schutz, hilft aber nur halbherzig. Von Christine Wollowski 27.3.2026
Kolonialisierung in „Anno 1800“ Staatlich geförderter Rassismus Kolumne Zockerzecke von Alexandra Hilpert Indigene ohne Strom, aber Öl für die „Alte Welt“: Wie „Anno 1800“ koloniale Ausbeutung verharmlost – und dafür auch noch Fördergelder kassiert. 25.3.2026
Kommunalwahl auf Martinique „Wir sind Französ:innen, aber …“ Auch auf einer 7.000 Kilometer von Paris entfernten Karibikinsel finden die französischen Kommunalwahlen statt. Was halten die Menschen von Europa? Von Hannes Koch 21.3.2026
Rechte für Indigene in Kanada „Eine einzige offene Tür kann alles verändern“ Jocelyn Formsma ist prominente Aktivistin für die Rechte indigener Gruppen. Die Kanadierin kämpft für Erinnerung und Innovation. Von Mona Awwad 6.3.2026
Roman „Acht Jahreszeiten“ Zu tief sitzen die Vorurteile Eindrucksvoll und wütend: Mit ihrem Roman „Acht Jahreszeiten“ gibt Kathrine Nedrejord der Minderheit der Sámi in Norwegen eine Stimme. Von Katharina Granzin 26.2.2026
Künstlerinnen über Kolonialismus „Dass Kunst keine große Wirkung hat, ist der größte Quatsch“ Der Hamburger Erinnerung an die Kolonialvergangenheit wollen Gifty Lartey und Isabel Hagen mit ihrem Projekt „Performing Denkmal“ auf die Sprünge helfen. Interview von Alexander Diehl 24.2.2026
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