Rückzug von Jens Spahn: Auch Münsterland muss ohne ihn auskommen
Der ehemalige Unionsfraktionsvorsitzende Jens Spahn tritt schon wieder von einem Amt zurück. Die CDU Münsterland muss sich neue Vorsitzende suchen.
dpa/zdf/taz | Nach seinem Rücktritt als Unionsfraktionschef im Zuge der Leihmutterschaftsdebatte will Jens Spahn auch an der Spitze der Münsterland-CDU Platz machen. „Ich habe mich entschieden, nicht erneut für den Vorsitz der CDU Münsterland zu kandidieren“, sagte der CDU-Politiker den Westfälischen Nachrichten.
Der Zeitung zufolge hatte Spahn noch im Juli erklärt, wieder antreten zu wollen. Kurz darauf hatten Spahn und sein Mann Daniel Funke bekanntgegeben, mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden zu sein. Das wurde kritisiert, weil Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist und sich Spahns Partei klar gegen eine Legalisierung ausspricht. Er selbst hatte das in der Vergangenheit auch getan.
Derweil wird innerhalb der Union der Ruf nach einem Verbot von Leihmutterschaftsarrangements im Ausland lauter. Der „verständliche Wunsch nach einem eigenen Kind“ rechtfertige die Inanspruchnahme von Leihmutterschaft nicht, sagte die rechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Susanne Hierl (CSU), der katholischen Wochenzeitung Die Tagespost. Bestehende Verbote müssten konsequenter durchgesetzt und weitere Regelungen geprüft werden.
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