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Kürzungen globaler Entwicklungsgelder5,4 Millionen zusätzliche Kindstode

Dass Geberländer an humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit sparen, treffe vor allem globale Gesundheit und besonders Kinder, sagen Experten.

Bis 2030 könnten zusätzlich 5,4 Millionen Kinder weltweit sterben – infolge der massiven Kürzungen von Entwicklungsgeldern durch reiche Geberstaaten, warnt die Entwicklungsorganisation One in einem aktuellen Bericht.

Der Bericht bezieht sich auf die bislang umfassendste Auswertung der globalen Kürzungen von Entwicklungsgeldern auf die Gesundheitsversorgung in ärmeren Ländern: eine Studie in The Lancet vom Februar.

Die Stu­di­en­au­to­r:in­nen haben auf Grundlage von Daten aus 93 Ländern mit niedrigem und mittleren Einkommen im Zeitraum 2002 bis 2021 den Effekt von Entwicklungsleistungen auf die Kindersterblichkeit errechnet. Die ist demnach um 39 Prozent zurückgegangen. Besonders bedeutend war der Erfolg, dass insgesamt die Sterblichkeit aufgrund vermeidbarer Krankheiten wie HIV/Aids, Malaria und anderen Tropenkrankheiten um bis zu 70 Prozent reduziert worden sei.

Anhand der Daten projizieren die Au­to­r*in­nen beim aktuellen Niveau der Kürzungen einen erheblichen Rückgang dieser Erfolge. Anhand der Modelle schätzen sie, dass bis 2030 rund 22,6 Millionen Menschen zusätzlich an vermeidbaren Krankheiten sterben werden, davon 5,4 Millionen Kinder unter 5 Jahren.

In Schuldenspiralen gefangen

Lisa Ditlmann, Deutschland-Direktorin von ONE, kritisierte: „Jedes Jahr sterben knapp fünf Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag. Dies könnte ohne Weiteres verhindert werden, denn die Krankheiten, an denen sie sterben, sind meistens vermeidbar und können behandelt werden.“

Viele Regierungen ärmerer Länder haben ihre Gesundheitssysteme vernachlässigt und von externen Geldern abhängig gemacht. Außerdem sind sie oft in Schuldenspiralen gefangen, die meist zulasten von Investitionen in Bildung und Gesundheit geht.

2025 sind die globalen öffentlichen Ausgaben für Entwicklung, die sogenannten ODA-Leistungen, um ein Viertel zurückgegangen gegenüber 2024. Besonders ins Gewicht fällt der Rückzug der USA, die ihre Entwicklungsbehörde USAID abgesägt haben. Aber auch die Bundesregierung hat seit 2022 die Mittel für Entwicklung und humanitäre Hilfe um ein Drittel gekürzt. Im anstehenden Haushalt 2027 stehen weitere Kürzungen bevor.

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2 Kommentare

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  • Und warum sagen „die Experten“ nicht, dass Entwicklungshilfe in den allermeisten Fällen Ökosysteme in den Ländern zerstört?

    Was wird dort wohin „entwickelt“?

    Immer noch nichts aus kolonialisierungszeiten gelernt. Völlig unempathisch werden Logiken aus anderen „Kulturen“ und aus anderen klimatischen Regionen irgendwo, wo es gar nicht passt, wo es zudem bessere kulturelle Techniken gibt, aufgepfropft.

    WIR MÜSSEN ANDEREN NICHT HELFEN, das können sie selber! Mittel zur Verfügung stellen: ja.

  • Es tut einem ja schon leid um die Kinder, aber wir müssen halt aufrüsten.