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US-Außenminister auf Tour in EuropaRubio besucht Orbán

Der ungarische Regierungschef gilt als Vertrauter Trumps, dieser unterstützt ihn im Wahlkampf. US-Außenminister Rubio will nun nach Budapest kommen.

US-Außenminister Marco Rubio: Von Münchnen nach Budapest und Bratislava Foto: Alex Brandon/AP/dpa

dpa/afp | US-Außenminister Marco Rubio hat seine bereits erwartete Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz offiziell angekündigt. Er werde für das Treffen von Freitag bis Sonntag in die bayerische Landeshauptstadt reisen, erklärte sein Ministerium. An dem weltweit wichtigsten Expertentreffen zur Sicherheitspolitik sollen mehr als 60 Staats- und Regierungschefs sowie rund 100 Außen- und Verteidigungsminister teilnehmen.

Im Anschluss an die Konferenz in München wird Außenminister Rubio in Europa bleiben und in die Slowakei sowie nach Ungarn reisen. In Bratislava wird sich Rubio nach Ministeriumsangaben mit Regierungsvertretern treffen, um gemeinsame Sicherheitsinteressen voranzutreiben. In Budapest gehe es unter anderem um eine Energiepartnerschaft zwischen den USA und Ungarn.

US-Präsident Donald Trump hatte den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán vor der Parlamentswahl am 12. April öffentlich unterstützt. „Viktor Orbán ist ein wahrer Freund, Kämpfer und Gewinner“, schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. „Ich erteile ihm meine vollständige und uneingeschränkte Unterstützung für die Wiederwahl als Ministerpräsident von Ungarn.“ Trump bezeichnete seinen langjährigen Verbündeten als „wirklich starken und mächtigen Anführer“. Er habe Orbán bereits 2022 vor dessen Wiederwahl unterstützt, und es sei ihm „eine Ehre, dies erneut zu tun“.

In Budapest werde Rubio nun am Sonntag und Montag „mit wichtigen ungarischen Regierungsvertretern zusammentreffen, um unsere gemeinsamen bilateralen und regionalen Interessen zu stärken, darunter unser Engagement für Friedensprozesse zur Lösung globaler Konflikte sowie für die Energiepartnerschaft zwischen den USA und Ungarn“, erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott.

Enger Vertrauter Trumps

Orbán gilt als enger Vertrauter Trumps und teilt viele seiner politischen Ansichten, etwa in der Migrationspolitik. Zuletzt waren die beiden Politiker am 22. Januar bei der Gründung eines von Trump angestoßenen „Friedensrats“ am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos zusammengekommen. Im November hatte Trump Orbán im Weißen Haus empfangen und dessen enge Beziehungen zu dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gepriesen.

Vor der Wahl in Ungarn steht der 62-jährige Orbán allerdings unter Druck: Laut Umfragen liegt der Chef der oppositionellen Tisza-Partei Peter Magyar vorn. Orbán ist mit 16 Amtsjahren in Folge der am längsten amtierende Regierungschef der Europäischen Union. Er steht seit Jahren mit der EU auf Kriegsfuß und hatte etwa die europäischen Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Krieg wiederholt verzögert.

Rubio wird außerdem die Slowakei besuchen, wo der Trump-Verbündete Robert Fico die Regierung anführt.

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