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Stromproduktion in der EUWind und Solar übertreffen Fossile

Allein Wind und Sonne haben in der EU erstmals mehr Strom produziert als fossile Brennstoffe. Etwa die Hälfte der EU-Stromproduktion ist erneuerbar.

Drohnenaufnahme von Solar-Photovoltaikanlagen auf rekultiviertem Land im ehemaligen Tagebaugebiet des Kohletagebaus Jaenschwalde Foto: Lisi Niesner/reuters
Lalon Sander

Aus Berlin

Lalon Sander

Wind- und Solarenergie haben im vergangenen Jahr einer Analyse zufolge in der EU erstmals mehr Strom erzeugt als fossile Brennstoffe. So stammten gut 30 Prozent des EU-Strommixes 2025 aus Sonnen- und Windenergie und 29 Prozent aus Kohle, Gas und anderen fossilen Brennstoffen, wie aus einem Bericht der Denkfabrik Ember hervorgeht.

Stromerzeugung aus Kohle habe 2025 mit einem Anteil von 9,2 Prozent einen historischen Tiefstand erreicht, heißt es weiter von Ember. Weiterhin erheblich abhängig sei die EU jedoch von Gas: Im Vergleich zu 2024 ist der Anteil von Erdgas im Strommix auf 16,7 Prozent gestiegen.

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Insgesamt machten Erneuerbare – also auch etwa Wasserkraft und Energie aus Biomasse – mit 47,7 Prozent fast die Hälfte der Stromproduktion aus. Weitere 23,4 Prozent wurden mit Atomkraft erzeugt.

Deutschland liegt dabei über dem EU-Durchschnitt. Erneuerbare Energien lieferten etwa 68 Prozent des Stroms. Dabei lagen die Windkraft mit etwa einem Drittel und die Solarenergie mit 17 Prozent erstmals an der Spitze. Der Anteil von Kohle liegt bei unter 25 Prozent, während Erdgas auf etwas mehr als 12 Prozent anstieg.

Warnung vor fossilen Abhängigkeiten

Dem Bericht von Ember zufolge könnten der Ausbau von Batteriespeichern, die Stärkung der Stromnetze und die Ausweitung der Nachfragesteuerung einen höheren Anteil von Solar- und Windenergie im Energiemix ermöglichen: „Dies erhöht nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern ist auch entscheidend für stabile und verlässliche Energiepreise.“

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In dem Bericht warnen die Au­to­r*in­nen vor einer energiepolitischen Erpressung durch Länder, die fossile Brennstoffe exportieren, darunter beispielsweise Russland, das weiterhin einige EU-Länder mit Erdgas versorgt.

Auch mit Blick auf die USA warnt der Bericht vor starken Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. Diese „gefährdet die Sicherheit der EU und schwächt ihre Verhandlungsposition in geopolitischen Auseinandersetzungen und Handelskonflikten“. Investitionen in heimische erneuerbare Energien könnten diese Risiken senken.

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