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Linke Antworten auf TrumpDie dunkle Seite der Macht

Ambros Waibel
Essay von Ambros Waibel

Überwältigung durch Tempo – damit attackiert Donald Trump nicht nur die USA. Statt zu erstarren, muss die Linke sich auf ihre Radikalität besinnen.

⁦Mit Kaleidoskopfilter: Donald Trump am 4. März bei seiner Rede vor dem Kongress⁦ Foto: Mark Peterson/Redux/laif

I m „Star Wars“-Klassiker „Das Imperium schlägt zurück“ fragt Luke Skywalker: „Ist die dunkle Seite stärker?“ „Nein“, ist die Antwort von Meister Yoda, „nein, nein: Schneller. Leichter. Verführerischer.“ Auch wer die faschistischen Protagonisten von Trump bis Putin – dazwischen liegt nicht nur geografisch die AfD – widerlich findet, kann fasziniert davon sein, wie schnell diese Gestalten handeln, wie leicht ihnen ihre Untaten zu fallen scheinen, wie viel Selbstbewusstsein sie ausstrahlen und wie wenig diejenigen, die sich eben noch als ihre entschiedensten Gegner präsentierten, ihnen entgegenzusetzen haben.

Gerade die Trump-Regierung ver­mittelt mehr als einen Hauch von „­Blitzkrieg“. Sie agiert überfallartig und trotz größenwahnsinniger Ziele spielerisch, an vielen Fronten gleichzeitig und zeigt sich dabei mit Kalkül offen, ganz bewusst jenseits alt­modischer Hinterzimmerpolitik: etwa wenn ein ehemaliger enger Verbündeter – der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj – in einer „great television“-Session vor den Augen der Welt erniedrigt wird.

Leichtigkeit, Schnelligkeit, Sichtbarkeit, Vielseitig- und Gleichzeitigkeit: Wer für die von Trump und Co bevorzugten Attitüden einen historischen Ursprung sucht, kann auf einen Text stoßen, von dem wir uns nicht hätten vorstellen können, dass er einmal als Anregung rechtsextremer Revolutionäre dienen könnte: Der italienische moderne Klassiker Italo Calvino wagt in seinen nachgelassenen geplanten Harvard-Vorträgen „Amerikanische Lektionen – Sechs Vorschläge für das nächste Jahrtausend“ von 1988 einen Blick nach vorne. Als raffinierter Literat prüft Calvino die Tradition auf „einige Werte, Eigenschaften und Eigenheiten“, denen er eine Perspektive für das kommende, also für unser Jahrtausend gibt.

wochentaz

Dieser Text stammt aus der wochentaz. Unserer Wochenzeitung von links! In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist – und wie sie sein könnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und natürlich im Abo.

Er nennt dabei unter anderem jene avantgardistischen Qualitäten, mit denen Trump gerade reüssiert. Calvino – politisch sozialisiert in der ­Resistenza – wuchs in Italien zur Zeit des Mussolini-Faschismus auf, mit dessen Beschleunigung und Brutalisierung des Politischen auch als Fortführung der Avantgardebewegung der Futuristen. Letztere feierten Angriff, Aggression und kriegerische Männlichkeit und hatten eine Obsession für Tempo und Technik. Die Raketen von Musk sind heute das, was der Rennwagen für die Futuristen war. Und das ist nicht die einzige Reminiszenz. Das Männerbündische und die Lust am Angriff haben gerade Konjunktur.

Die Mafiabosse

Aber wie gehen wir damit um, wenn sich Trump und Konsorten bei ihrer ­lässigen Performance bei den Avantgarden von Moderne und Postmoderne bedienen wie aus einem Munitions­depot? Warum stehen wir hilflos da­neben, während die Welt um uns herum explodiert? Und vor allem: Wie kommen wir aus diesem Albtraum möglichst schnell wieder raus?

Warum stehen wir hilflos daneben, während die Welt um uns herum explodiert?

Der einfache Weg frei nach Meister Yoda lautet, sich auf die Schwäche seiner Gegner zu verlassen, auf die Hoffnung, dass die Logik der Geschichte sich schon auf unsere Seite schlagen werde. In dieser Perspektive scheint es nur zu absehbar, dass die beiden Mafiabosse Trump und Putin, die ganz clanmäßig keine demokratisch-öffentlichen Regeln akzeptieren, über kurz oder lang eben einen Mafiakrieg werden führen müssen, weil ein solches Shoot-out nun mal das ist, was solche Leute tun, wenn sie mit dem gegenseitigen Arsch­kriechen durch sind und keine Schwächeren mehr zum Drangsalieren übrig.

Darauf können wir uns nicht verlassen; schon deshalb nicht, weil die Kollateralschäden zu hoch wären, und zwar nicht nur für das Hauptopfer – im konkreten Fall des russischen Angriffskriegs die Menschen in der Ukraine, deren Recht auf ein Leben in Freiheit, ­Sicherheit und Würde nicht geringer ist als das unsere.

Wenn wir uns davon überzeugt haben, dass das Böse nicht weggehen wird, dann müssen wir zusehen, wie wir eigene Stärke zurückgewinnen. Interessanterweise finden wir auch dafür bei Calvino, der 1944 als Partisan gegen die Nazifaschisten in die Berge ging, einen Hinweis. Was die italienische Resistenza ausgezeichnet habe, sei die Begabung gewesen, „Gefahren und Schwierigkeiten mit Schwung zu überwinden“. Calvino spricht von einer „Mischung aus Stolz auf die eigene Fähigkeit zur Militanz“ wie auch einem selbstironischen Umgang mit ebendieser Militanz. Er erinnert sich an ein „immer von Großzügigkeit beseeltes Auftreten, das darauf bedacht war, jede großzügige ­Sache zu seiner eigenen zu machen“.

Kampf für die eigenen Werte

Echter Wille zum Kampf für die eigenen Werte, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen, und Großzügigkeit, die wir auch Liebe oder Solidarität nennen können, gegenüber allen, die ihren individuellen Weg gehen, um unsere Welt zu erhalten oder sogar besser zu machen: Wer sehnt sich nicht danach?

Gerade erleben wir, wie die Umfragewerte der bösartigen AfD immer neue Höhen erreichen. Und wir erinnern uns mit Schaudern an die Ampelregierung. Nichts geschah dort schnell, leicht und schon gar nicht großzügig. Nie hatte man den Eindruck, hier würden entschlossene Leute auf allen wichtigen Politikfeldern gleichzeitig entschieden vorrücken. Im Gegenteil verfestigte sich, besonders seit dem Urteil des Bundes­verfassungsgerichts 2023 zur Nichtverwendung der Corona­mittel, der Eindruck, dass Entscheidungen überhaupt nicht möglich seien, weil ­immer etwas Administratives, Strukturelles, (Europa)rechtliches oder letztlich Finanzielles einem Schritt nach vorne entgegenstünde.

Stand dann doch mal was zur Entscheidung an, wurden so offensichtlich wie unerklärlich ungeklärte Details so lange durch­gestochen, bis das Gesamtprojekt gründlich durchlöchert war: Sag noch einmal Wärmepumpe, sag noch einmal Taurus, sag noch einmal Tempolimit, Einwanderungs- oder Cannabisreform!

Die Ampel blinkte so wild durcheinander, dass alle Verkehrsteilnehmer:innen, ob sie nun rasen oder radeln wollten, einfach nur noch genervt abschalteten. Und nun schauen wir schockstarr dabei zu, wie eine Doge-Armada, derzeit noch mit Elon Musk an der Spitze, beim Angriff auf US-Staatsinstitutionen auf Chaos und Überwältigung setzt – ­euphemistisch als „Bürokratieabbau“ geframt.

Das reine Tempo, mit dem hierzulande die Union ihre nicht ganz unradikale Handbremswende vollzogen und der Bundestag das autoritäre Schuldenbremsenregime gelockert hat, ist da schon eine Erleichterung: Sie bewegt sich doch, die Politik, und zwar nicht nur vollends übel! Es geht eben nicht nur darum, das Richtige zu tun; es geht auch darum, wenigstens ein bisschen Richtiges sehr schnell zu tun.

Beim Thema Revolution und Tempo müssen wir den Aspekt der Überwältigung streifen. Die Überwältigung, die wir gerade empfinden, entspricht nämlich einer auf der anderen Seite, und zwar bei jenen, die in den letzten Jahren ihre Weltsicht und ihre materiellen und gesellschaftlichen Privilegien massiv infrage gestellt sahen und jetzt vom großen Rollback träumen.

Was man linker Identitätspolitik vorwarf, stimmt ja: Sie war links, insofern sie emanzipatorisch für tatsächlich alle Menschen dieser Erde war, und sie stiftete Identitäten, die nicht sofort auf Dialog und Versöhnung aus waren, sondern auf eine neue Welt, in der die versammelten, diskriminierten Minderheiten ihr gemeinsames Mehrheitsrecht beanspruchten – ganz wie die alte Arbeiterbewegung im 19. und 20. Jahrhundert in ihren radikalsten Zeiten.

Verleumdet wurde diese von unten links kommende Emanzipationsbewegung von oben rechts als „Elitenprojekt“. Mit dem Effekt, dass sich Multimilliardäre plötzlich als Volkstribune und Vertreter der „kleinen Leute“ inszenieren können. Und es sind diese Eliten, die jetzt das Rad zurückdrehen wollen mit zumindest in den USA einer schweigenden (Wahl)mehrheit im Rücken, die aber merkwürdig leise und unsichtbar bleibt: Es gibt keine flächendeckenden Pro-Trump-Fackelmärsche, nichts, was etwa der deutschen Hitler-Begeisterung 1933 ff. auch nur entfernt gleichkäme.

„I would prefer not to“ – was Bartleby sagt

Die Trump-Unterstützer:innen scheinen vom Feuerwerk, das er knallen lässt, nicht viel weniger überwältigt als wir. Ihr Überwältigung ist allerdings eine positive – für sie ist es so, als sei nach Jahren der Produktenttäuschung nun endlich jemand in der Hotline, dem man seine Probleme nicht nur schildern kann, sondern der auch tatsächlich zackig Lösungen anbietet. Dass er dabei eine komische Mütze trägt – so what? Er – Trump – liefert!

Der heutige Faschismus erscheint also gerade nicht als aktivistische Bewegung, sondern als eher passive, auch speziell in Russland zutiefst eingeschüchterte, wenn nicht gleich eingesperrte Ansammlung dumpfer Konsumenten, die auf Beschleuniger starren. Ihr fehlt in der Breite jugendlicher Elan, obwohl es zweifellos einen Autoritäts­drall in Teilen der jungen Generation gibt. Doch am Ende sind sie in West wie Ost schlicht zu wenige, um das Ergebnis entscheidend zu beeinflussen. Mussolini war 39, als er an die Macht kam, Hitler 43. Trump ist 78, Putin 72.

Den letzten, unvollendet gebliebenen Vorschlag für unser Jahrtausend hätte Calvino der consistency gewidmet. Consistency, sagt das Wörterbuch, steht für altmodische Sachen: Beständigkeit, Stetigkeit, Stimmigkeit. Calvino hätte sich mit Herman ­Melvilles Romanhelden des passiven Widerstands, Bartleby, beschäftigt. Der macht sich mit seinem „I would prefer not to“ niemals gemein mit den Zumutungen einer Gegenwart, die genau das fordert: um jeden Preis dabei zu sein. Wenn unser Denken und Handeln wieder stimmig wird, radikal im Nein, aber großzügig, ja liebevoll wie die Partisanen gegenüber allen, die Positives beitragen wollen – dann haben wir vielleicht noch eine Chance. Denn Liebe ist das eine, wonach sogar die dunkle Seite heimlich Sehnsucht hat.

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Ambros Waibel
taz2-Redakteur
Geboren 1968 in München, seit 2008 Redakteur der taz. Er arbeitet im Ressort taz2: Gesellschaft&Medien und schreibt insbesondere über Italien, Bayern, Antike, Organisierte Kriminalität und Schöne Literatur.
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20 Kommentare

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  • „ Wenn unser Denken und Handeln wieder stimmig wird, radikal im Nein, aber großzügig, ja liebevoll wie die Partisanen gegenüber allen, die Positives beitragen wollen – dann haben wir vielleicht noch eine Chance.“

    Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker, sagte Che Guevara einmal. Bisschen kleiner geht’s auch.



    Wäre ja schon was, wenn sich die als links verstehenden Menschen nicht länger untereinander befehdeten, sondern solidarisch zusammenstünden gegen Jene, die genau das aus Gründen des eigenen Vorteils verhindern wollen.

  • Die linksbürgerlichen Elfenbeintürme, die sich hauptsächlich um das Policing von Sprache kümmern, Menschen nach identitären Merkmalen sortieren und jeden mit einer leicht abweichenden Meinung canceln, sind nicht links unten. Minderheiten wurden oft auch nur von Aktivisten genutzt um sich selbst zu profilieren.

  • Ein guter Text mit interessanten Ansätzen, die ich so noch nicht gesehen habe.

  • "Verleumdet wurde diese von unten links kommende Emanzipationsbewegung von oben rechts als 'Elitenprojekt'."

    Das die vermeintlich von unten links kommende Bewegung als Elitenprojekt wahrgenommen wird, hat sie sich schon selber zuzuschreiben. Faschisten kommen auch an die Macht, weil progressive Kräfte aus Mangel an Empathie für ärmere und ungebildetere Bevöllkerungsschichten versagen.

    „Der größte Lehrer ist das Scheitern.“ – Yoda

  • In den sozialen Netzwerken wird gerade wieder die Leninsche Imperialismustheorie diskutiert. Wer sich die Mühe einer Analyse der aktuellen Verhältnisse macht, sieht sie rasch bestätigt. Leider ist auch dieser Beitrag als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet.

    • @Grusel:

      Ja wie! Se ham ja gruselige Bettvorleger -



      „I would prefer not to“

      kurz - abfällige Arroganz negligable bleibt‘s -



      Auch wenn ich trotzdem lache! Gelle

  • Viel einfacher, Da, wo früher die große solidarische Linke war, stehen heute eine Menge kleine Grüppchen, die irgendwie anders sind, die alle viel zu viel mediale Aufmerksamkeit einfordern (und bekommen), und deren selbsternannte Vertreter alle nach Posten im als entsprechende Beauftragte schielen.



    Ein Großteil der Bevölkerung reagiert nur noch gereizt auf diese Partikularinteressen und wählt das maximale Gegenteil.



    Die alten Bürgerlichen und Sozialdemokraten werden dazwischen zerrieben, weil sie nicht in der Lage sind, Handlungsfähigkeit zu demonstrieren.

  • "Emanzipatorisch für alle Menschen der Erde" scheitert halt an den Begrenzungen eines nationalen Sozialstaates. Und wenn die Linken weiter in diesen Dimensionen träumen und aus Star Wars und Star Trek rezitieren, dann wird es wohl keinen rettenden Yoda geben.

    Mit solchen Texten wird die Linke ganz sicher keine bahnenbrechende Strahlkraft entwickeln.

  • Sich auf die Schwächen seiner Gegner verlassen funktioniert leider bei der AfD sehr gut. Wenn Parteien Aktien wären würde ich Union abstoßen und AfD nachkaufen.

  • Die ganzen Anhänger sollten sich mal klar machen, dass Diktatoren sich nicht für Menschen interessieren.

  • 'Sich auf die Schwäche unserer (?) Gegner verlassen' ? Da werden Ursache und Wirkung verwechselt ! Es ist UNSERE (sofern wir von unserem Staat sprechen können...) Schwäche, wenn wir erleben müssen, dass sich die Gegensätze zwischen arm und reich in den angeblichen Wohlstandsländern so verschärfen, dass Rechte überhaupt wieder Platz finden können. Und was heisst überhaupt: UNSERE Gesellschaft ? Deutschland, Europa, die Welt ? Ist es ein Wunder, wenn z.B. auf Rügen (AfD !) die Geldbarone Land und Leute drangsalieren und die Einheimischen nichts davon haben oder in New York oder Barcelona kaum noch jemand die Mieten verdienen kann, die dort verlangt werden ? Und wenn der Kapitalismus in seiner fast zu Ende entwickelten Phase den Menschen Existenz und Auskommen nimmt und 'demokratisch gewählte' Politiker statt auf diese Probleme einzugehen, nur zuschauen und das Blaue vom Himmel versprechen und von 'Werbung' lebende Medien sie dabei auch noch unterstützen, warum wundert sich da die immer noch umworbene Mittelschicht, wenn es so viele Mitmenschen gibt, die das Vertrauen in ein solches 'System' verlieren..... Von UNTEN sieht die Welt halt ANDERS aus!

  • Nett, aber zu kurz gedacht. Was wir gerade erleben ist m.E. nichts anderes als die Zuspitzung einer logischen Entwicklung aus einem immer zügelloseren neoliberalen Kapitalismus. Wir wachsen auf mit den Narrativen des "höher, schneller, weiter" und "effektiver". Menschen geben freiwillig ihre Daten überall hin, tracken und optimieren sich und kreisen durch social media hauptsächlich um sich selbst und ihre Bedürfnisse. Gemeinschaft, tragende, verlässliche gesellschaftliche Strukturen, eine funktionierende Infrastruktur, eine auf Gemeinwohl angelegte Wirtschaft - Fehlanzeige. Was soll da auf lange Sicht bei herauskommen als das, was gerade geschieht?

  • Der Text wirkt sprachlich aufgebläht, mit unnötigen Metaphern, inkonsistenten Bildern und gelegentlichen grammatikalischen Unsauberkeiten. Kein Totalausfall, aber sprachlich weit entfernt von Präzision und stilistischer Eleganz.

    Inhaltlich leidet der Text unter Überdramatisierung, historisch schiefen Analogien und einer Mischung aus Meinung und literarischer Überhöhung. Statt einer klaren Analyse entsteht ein diffus emotionaler Eindruck mit vereinfachenden Vergleichen. Besonders problematisch ist die Vermischung politischer Realität mit popkulturellen und künstlerischen Deutungsmustern. Die Analyse bleibt dadurch schwammig und verliert an Glaubwürdigkeit.

    • @grim:

      & oder doch ein literarisches Kunstwerk....🎯

    • @grim:

      Es scheint, der Autor tat alles richtig gemacht zu haben und beschreiben.



      Danke für den Artikel

  • Ich weiß nicht, ob man dieser "Bewegung" alter Männer, die nur rücksichtlos, gierig, machtbesessen und unwissend die Zukunft der Welt und alles Schutzbedürftige zerstören auch noch mit "avantgardistischen Qualitäten" bezeichnen sollte? Reüssiert würde ich auch nur im positiven benutzen?

    Was da passsiert hat "Yarvin" und auch das "Project 2025" schon beschrieben, ist also keine Überraschung für die Menschen, die lesen....



    Und es gibt keine Entrüstung, weil es so genial einfach ist, endlich nicht mehr der Wahrheit verpflichtet zu sein, abwertend mit Mitmenschen umzugehen zu dürfen, andere öffentlich zu beleidigen etc. Vorbilder prägen das Miteinander?!

    Die alten Männer an der Macht sollten eigentlich milde Großväter sein, die ihren Enkeln beibringen, wie unsere Welt erhalten werden kann. Denn sie hätten Erfahrung und Wissen ansammeln können, um das zu tun!

    Stattdessen vernichten sie mit ihren letzten Schritten in ungezähmter dummer, männlicher Eitelkeit das von so vielen Menschen Erschaffene rücksichtslos. Und sie setzen ihre Kraft nicht zum Schutz der schwächeren Menschen (Mütter/Kinder sowie Natur >Zukunft) ein, sondern um sich selbst noch mehr zu bereichern!



    Abstoßend!

  • Ähm!?



    Die cdU hat eine " nicht ganz unradikale Handbremswende hingelegt???!



    Also wenn es um Geschichten vor 30 Jahren ginge, wäre eine solche Geschichtsverdrehung vielleicht auf Alzheimer zurück zu führen.



    Da ich hier gerade aber weder die "Welt" noch die "Bild" lese, reibe ich mir verwundert die Augen !



    Merz war vor 4 Wochen noch felsenfest davon überzeugt, dass wir uns die Investitionen für Deutschlands Zukunft schon aus den Rippen, respektive den Rippen der BürgergeldempfängerInnen schneiden könnten.



    Wer Ihn auf Kurs gebracht hat, ist die SPD und sind die Grünen.



    Eine derartige Falschdarstellung der jüngsten Entwicklungen muss mich doch sehr wundern!!!

  • Tja, alles schön und gut, aber zum Beispiel auf Deutschland bezogen: Wo bitte sind da noch Linke die sich bitteschön verhalten sollen? Viele sind schon tod, gebrechlich oder unpässlich und krank. Nachwuchslinke? Gibt es nicht. Die Linken der Linkspartei sind Sozialdemokraten, die vom BSW, keine Ahnung, Neurechte. Die 68ziger ethabliert oder alt oder tod. Die 70ziger auch. Die 80ziger: Meist Vollidioten. Danach Konsum oder Survival. Die Massen, die auf die Straßen gingen gegen Rechts, das sind unsere Normalos. Es sind die Einzigen die noch Flagge zeigen können!

    • @shitstormcowboy:

      ⚠️TREU - muss Mensch schon sich selber bleiben ☮️

  • Tut mir leid, aber: Wie bitte?! Der Beitrag lässt zumindest mich so ratlos zurück, wie zuvor.