Anschlag auf Pinneberger Synagoge: 400 Menschen bei Solidemo
Nach dem Anschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in Pinneberg haben 400 Menschen demonstriert. Unter ihnen waren Antifas und Kommunalpolitiker.
PINNEBERG dpa | Fünf Tage nach dem Anschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in Pinneberg haben rund 400 Menschen an einer Solidaritätsdemonstration teilgenommen. Bei dem Marsch durch die Kreisstadt am Freitagabend habe es keine Zwischenfälle gegeben, sagte eine Polizeisprecherin.
Die Teilnehmer seien bunt gemischt gewesen, sagte sie. Zu ihnen gehörten etwa 130 Mitglieder der Antifa-Szene, sowie Bürgermeisterin Urte Steinberg und andere Kommunalpolitiker.
Unbekannte hatten in der Nacht zum vergangenen Sonntag – dem 75. Jahrestag der Pogromnacht von 1938 in Nazi-Deutschland – den Eingangsbereich des Gemeindezentrums beschädigt.
Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner (SPD) hatte die Sachbeschädigung am Dienstag bei einem Besuch vor Ort als politisch motivierte Tat gewertet und zur Solidarität mit der jüdischen Gemeinde aufgerufen. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat 1500 Euro Belohnung für Hinweise auf die Täter ausgesetzt.
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