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story of berlin

Erlebnisschau

Die im September 1999 eröffnete „Story of Berlin“ will eine „Erlebnisausstellung“ nach dem US-amerikanischen Prinzip der „Oral history“ sein. In der mit etwa 12 Millionen Mark von drei Sponsoren finanzierten Ausstellung im Ku’damm-Karree werden Höhepunkte der Berliner Geschichte multimedial inszeniert. Statt auf wissenschaftliche Fakten wird auf die Sinne gesetzt. Die Besucher sollen die Geschichte in 20 „Erlebnisräumen“ anfassen, hören, riechen. Infrarot-Kopfhörer liefern Geräusche wie Fliegeralarm oder Maschinenlärm. Eindrucksvoll ist die Darstellung der Naziherrschaft. In einem Treppenhaus, dass die einzelnen Ebenen der Ausstellung verbindet, hängen unzählige Porträtfotos an den Wänden. Mit jeder Treppenstufe nach unten nimmt die Anzahl der leeren Rahmen zu. Statt Fotos steht dort „ermordet“, „ausgewandert“, „verurteilt“.

„Story of Berlin“. Kurfürstendamm 207–208, Mo. bis Fr. von 10 bis 20 Uhr, Sa. und So. von 10 bis 22 Uhr, Ticket-Hotline: (01805) 99 20 10

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