piwik no script img

der schwerpunkt

Erinnerungskultur: Hamburg bekommt ein Opernhaus geschenkt und wer würde dazu Nein sagen? Wobei nach Feiern nicht allen zumute ist. Denn Stifter und Mäzen ist Klaus-Michael Kühne: Milliardär, HSV-Fan und Hamburger Lokalpatriot mit Wohnsitz in der steuerlich entspannteren Schweiz. Das von seinem Vater geerbte Unternehmen Kühne+Nagel ist auch deshalb so reich, weil es während des Nationalsozialismus für die Umverteilung der Möbel deportierter Juden zuständig war – eine Geschichte, deren Aufarbeitung sich Kühne bis heute verweigert. Manche sagen, die Oper solle davon ablenken. So sollte man ihr wenigstens die richtige Adresse verpassen und den Platz davor nach dem jüdischen Kühne-und-Nagel-Teilhaber Adolf Maass und seiner Frau Käthe benennen, das ist eine Idee, die in der taz vorgestellt wurde. Maass musste die Firma 1933 verlassen und wurde später in Auschwitz ermordet. Zum Thema

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen