: der schwerpunkt
Foto: Felix Jason/imago
Männerdomäne: Fahrschulen sind spezielle Orte, sehr spezielle sogar, wenn man bedenkt, dass der Praxisunterricht in einem fremden Auto stattfindet, irgendwo unterwegs auf den Straßen mit einem Fahrlehrer auf dem Beifahrersitz, der, weil er kann, was die Schülerin erst lernen muss, um im Straßenverkehr zu überleben, automatisch eine Machtposition einnimmt. Manche Fahrlehrer nutzen das aus, sogar sexuelle Übergriffe kommen vor. Auf jeden Fall aber erinnern sich viele im Nachhinein noch an die Machosprüche. Das Fahrlehrergewerbe ist eine Männerdomäne, in der der Geruch von Benzin noch etwas gilt. Neuerungen werden nur zögerlich angenommen, während auf der anderen Seite die Bedeutung des Führerscheins schwindet: Er wird zwar noch gemacht, aber die Zeiten, als Autofahren für Freiheit stand, sind endgültig vorbei. Zum Thema
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen