Workshop der panterstiftung : Afrika sucht Partner – Europa sucht sich selbst
Seit April haben beim 5. Afrika-Workshop der taz panterstiftung 16 Journalist:innen über das Verhältnis Afrikas zu den Großmächten diskutiert.
Illustration: Emmanuel Eberenna Ugboaja
D ie Klagen über Niedergang und Verfall hierzulande lassen die globalen Maßstäbe leicht in Vergessenheit geraten. Dabei ist die Wirtschaftsleistung Deutschlands allein heute etwa 1,5-mal so groß wie jene Afrikas – obwohl dort 20-mal mehr Menschen leben. Die EU erwirtschaftet sogar etwa das Achtfache – bei nur gut einem Viertel der Einwohnerzahl. Welche Verpflichtungen stecken in diesem Reichtum? Und welche enormen Möglichkeiten eröffnet er für eine Partnerschaft mit dem afrikanischen Kontinent: für die Bekämpfung von Armut, die grüne Transformation und nachhaltige Entwicklung?
Doch Europas hochnervöse Gesellschaften sind heute vor allem mit sich selbst beschäftigt: Sie haben Angst vor Russland, fühlen sich von den USA verlassen, sind gespalten durch den Aufstieg der Rechtsextremen, überwältigt von der Klimakrise und überfordert mit Migration.
Für eine Nachbarschaftspolitik, die Europas und Afrikas Zukunft gemeinsam gestaltet, fehlen Mut und Kraft. Andere Akteure füllen dieses Vakuum: Russland mit Militärkooperation, China mit Infrastruktur, die Golfmonarchien mit Investitionen. Oder sie wenden sich ab – wie die USA.
Dieser Text ist im Rahmen des Afrika-Workshop der taz panterstiftung entstanden. Daran nahmen unabhängige Journalist:innen aus 16 Ländern Afrikas teil. Alle Beiträge erscheinen hier auf taz.de, und in einem 68-seitigen, aufwändig gestalteten Magazin, das ab sofort bestellt werden kann – per Mail an stiftung@taz.de unter dem Betreff „Afrika-Magazin“ und Angabe Ihres Namens und Ihrer Postadresse. Vielen Dank!
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Seit April 2026 haben Print-, TV- und Radiojournalist:innen aus 16 afrikanischen Ländern beim 5. taz Panter Afrika Workshop darüber nachgedacht, wie sich das Verhältnis ihres Kontinents zu den großen Mächten der Welt verändert. Sie haben auf ihre eigenen Länder geschaut und gefragt: Welche Chancen bieten neue Kooperationen? Welche Gefahren entstehen durch neue Abhängigkeiten? Und welche Rolle wünschen sie sich von Europa?
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Die dabei entstandenen Texte mit ihren Antworten finden Sie hier gesammelt auf taz.de und gedruckt in der neuen Ausgabe des transcontinental-Magazins, das sie ab sofort bestellen können.
Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!
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