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Wahlergebnisse in DänemarkSozialdemokraten vorn, aber ohne Mehrheit

Nach der Wahl in Dänemark gibt es keine klaren Verhältnisse. Die Sozialdemokraten der Ministerpräsidentin verlieren stark, bleiben aber stärkste Kraft.

afp | Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Dänemark am Dienstag hat das linke Bündnis von Regierungschefin Mette Frederiksen einen Sieg eingefahren – konnte sich jedoch keine absolute Mehrheit sichern. Frederiksens Bündnis kam nach Auszählung aller Stimmen auf 84 Sitze im 179 Sitze umfassenden Parlament, wie das offizielle Ergebnis zeigte. Frederiksen sagte, sie sei bereit, erneut das Amt der Regierungschefin zu übernehmen. Auf das Land kommen nun komplizierte Koalitionsverhandlungen zu.

Das rechte Bündnis kam dem offiziellen Ergebnis zufolge auf 77 Sitze, während die Mitte-Partei Moderaterne des derzeitigen Außenministers Lars Lökke Rasmussen 14 Sitze erzielte und zur Königsmacherin werden dürfte. Für eine Mehrheit sind 90 Sitze nötig.

Die übrigen 4 Sitze werden von jeweils zwei Vertretern der weit entfernt im Atlantik gelegenen Autonomiegebiete Färöer-Inseln und Grönland besetzt. Auf den Faröer-Inseln erhielten das linke und das rechte Bündnis jeweils einen Sitz.

In Grönland ging einer der Parlamentssitze an die grönländische Ministerin für Handel, Bodenschätze, Energie, Justiz und Gleichstellung, Naaja Nathanielsen. Ihre sozialdemokratische Partei IA wurde bei der Wahl in dem autonomen Gebiet mit 28,6 Prozent der Stimmen stärkste Kraft, wie offizielle Ergebnisse zeigten. Der andere Sitz für Grönland im dänischen Parlament ging an den Kandidaten der nationalistischen Partei Naleraq, Qarsoq Høegh-Dam. Die Partei, die sich für die Unabhängigkeit von Dänemark ausspricht, erzielte 24,6 Prozent der Stimmen.

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