piwik no script img

Vertrauensbeweis für Apple-Chef Tim Cook300 Millionen zum Amtsantritt

Wertvolle Vorschusslorbeeren: Fast 300 Millionen Euro in Form eines Aktienpakets erhält der Nachfolger des verstorbenen langjährigen Apple-Chefs Steve Jobs.

SAN FRANCISCO dpa/rtr | Der neue Apple -Chef Tim Cook hat als Vertrauensbeweis für seine Arbeit ein millionenschweres Aktienpaket mit auf den Weg bekommen. Das Riesen-Geschenk zum Amtsantritt wird es auf knapp 378 Millionen Dollar (297 Millionen Euro) beziffert. Davon macht 376,2 Millionen Dollar die Option auf eine Million Aktien aus, Cook soll allerdings jeweils die Hälfte davon erst 2016 und 2021 bekommen.

Experten sagten, das Paket falle ungewöhnlich groß aus. So etwas hätten sie lange nicht gesehen.

Zudem bekam der neue Apple-Chef ein Jahresgehalt von gut 900.000 Dollar und weitere 900.000 als Prämie. Der im Oktober gestorbene Steve Jobs, der 1997 zu Apple zurückgekehrt war, hatte seitdem traditionell für ein Gehalt von einem Dollar im Jahr gearbeitet.

Allerdings musste sich der Apple-Mitgründer spätestens seit dem Börsengang seiner Animationsfirma Pixar Mitte der 90er Jahre keine Geldsorgen mehr machen.

Außerdem sammelte er über die Zeit 5,5 Millionen Apple-Aktien an - von denen er nie eine verkauft habe, wie Apple in dem aktuellen Dokument betont. Jobs hatte den Apple-Chefposten angesichts seines schweren Krebsleidens im August an Cook abgegeben.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

1 Kommentar

 / 
  • P
    Pit

    Abgesehen davon, dass die Meldung uralt ist, passt sie doch prima zu einer, im wahrsten Sinne des Wortes, assozialen Firma wie Apple. Wer es wie keine andere versteht, die Schere zwischen EK und VK weit zu öffnen, d.h. maximale Knechtschaft in den Drittländern der Hersteller und maximale Abzocke der Kunden, der verschenkt auch obszöne 300 Mio. an jemanden, der sie nicht mehr braucht. Die Frage ob Cook sie verdient hat, stellt sich nicht.

     

    Insofern kann man solche alten Meldungen doch nicht oft genug wieder aufwärmen und sei es nur, die Perversion des Systems so oft wie möglich ins Gedächtnis zu rufen!