piwik no script img

„Umverteilung nach oben“

AUTOBAHN-FINANZEN Experten kritisieren geplante Grundgesetzänderung

taz | Die Bundesregierung verabschiedet heute ein umfassendes Gesetzespaket zur Grundgesetzänderung. Das ermöglicht unter anderem die Gründung einer Infrastrukturgesellschaft. Diese wird zentral den Bau, den Erhalt und die Verwaltung der Autobahnen organisieren. Eine spezielle Konstruktion diene dazu, privaten Kapitalgebern höhere Renditen zu ermöglichen, kritisiert der Verwaltungswissenschaftler Holger Mühlenkamp. Bei dieser „Umverteilung von unten nach oben“ werde die Bevölkerung getäuscht. Laut einem Gutachten könnten die Grundgesetzänderungen zu einer weitreichenden Privatisierung der Infrastruktur führen. Für die Gesetzesänderungen beauftragte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eine private Firma. Die Kanzlei ist selbst im Geschäftsfeld der Privatisierung von Infrastruktur aktiv. SPD-Politiker und der Präsident des Bundesrechnungshofs kritisieren das Vorhaben als für die Steuerzahler nachteilig. KAS

Report

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen