: USA wollen Menschheit retten
ÜberallAußenminister kündigt weltweites Engagement an
rtr/taz Die USA wollen nach den Worten ihres Außenminister Rex Tillerson weltweit Verbrechen gegen die Menschlichkeit ahnden. „Wir verschreiben uns wieder dem Ziel, jeden in der ganzen Welt zur Rechenschaft zu ziehen, der Verbrechen an Unschuldigen verübt“, sagte Tillerson am Montag beim Besuch einer Gedenkstätte für Naziverbrechen in Italien, drei Tage nach dem Luftangriff auf einen syrischen Stützpunkt als Reaktion auf einen Giftgasangriff im Rebellengebiet. Tillerson äußerte sich im Vorfeld des G-7-Außenminister-Treffens in der Toskana, von dem sich europäische G-7-Länder Aufschluss über die US-Syrien-Strategie erhoffen. Anschließend will Tillerson am Dienstag seinen russischen Amtskollegen in Moskau besuchen.
Die Bombardierung des Flughafens der syrischen Luftwaffe hatte Spekulationen ausgelöst, US-Präsident Donald Trump wolle außenpolitisch eine härtere Gangart einlegen. Die Signale aus Washington sind jedoch widersprüchlich: Tillerson selbst nannte noch am Wochenende den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ (IS) als Priorität der Syrien-Politik. Dagegen erklärte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, den Sturz von Staatschef Baschar al-Assads zum obersten Ziel.
Assads Soldaten kämpfen mit Unterstützung Russlands gegen Rebellen, die in verschiedene, sich teils gegenseitig bekämpfende Gruppen aufgespalten sind. Die USA helfen einigen Rebellen im Kampf gegen den „Islamischen Staat“. Am Freitag griffen die USA die syrische Armee erstmals seit Ausbruch des Bürgerkriegs vor sechs Jahren gezielt massiv an.
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