US-Polizei erschießt Schwarzen

Demo für Festnahme der Schützin

Die Polizistin, die den Schwarzen erschoss, ist beurlaubt. Ein Video zeigt, dass der Mann unbewaffnet war. Bereits zweimal wurde gegen die Gewaltausübung protestiert.

Ein Demonstrant mit einem Black-Lives-Matters-Shirt ruft durch ein Megafon

Ein Demonstrant in Tulsa protestiert für einen respektvolleren Umgang mit Schwarzen Foto: dpa

TULSA ap | Nach dem Tod eines unbewaffneten Schwarzen durch Polizeischüsse im US-Staat Oklahoma haben Demonstranten die Festnahme der beteiligten Beamtin gefordert. Etwa drei Dutzende Menschen versammelten sich am Montag vor dem Gerichtsgebäude der Stadt Tulsa.

Der Organisator des Protestes verlangte, die weiße Polizistin, die den 40-Jährigen erschossen hatte, müsse sofort festgenommen werden. Sie ist derzeit beurlaubt. Es war bereits der zweite Protest. Die ersten Demonstranten kamen zusammen, bevor die Polizei ein Video des Vorfalls veröffentlichte.

In dem Video ist zu sehen, wie der 40-jährige Terence C. mit erhobenen Händen auf seinen Geländewagen zuläuft, hinter ihm eine Polizistin. Später wird gegen ihn eine Elektroschockpistole eingesetzt und er wird erschossen. Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag.

Die Amerikanische Bürgerrechtsunion ACLU verlangte, die Polizistin unter Anklage zu stellen. Zudem hätten Polizisten um C. herumgestanden und ihn verbluten lassen, anstatt ihm zu helfen, sagte der ACLU-Direktor für Oklahoma, Ryan Kiesel. Polizeisprecherin Jeanne MacKenzie sagte, sie könne keine Auskunft darüber geben, für welche Fälle es Polizeivorschriften für medizinische Hilfe gebe.

Einmal zahlen
.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de

Ihren Kommentar hier eingeben