Rassistische Polizeigewalt in den USA: Polizist wegen Mordes angeklagt
Im Juni wurde der 22-jährige Afroamerikaner Caine Rogers von einem Polizisten in Atlanta erschossen. Der steht nun vor Gericht.
afp | Im US-Bundesstaat Georgia ist ein ehemaliger Polizist wegen Mordes an einem unbewaffneten Afroamerikaner angeklagt worden. Wie ein Lokalsender von NBC berichtete, befand ein Untersuchungsrichter am Mittwoch (Ortszeit), dass der inzwischen entlassene Polizist am 22. Juni in Atlanta den 22-Jährigen Caine Rogers erschossen habe.
Burns war wegen eines Einbruchs zu einem Haus gerufen worden, vor dem Rogers gerade in einem Auto parkte. Der Ex-Polizist beteuerte, er habe in Notwehr gehandelt. Eine Untersuchung ergab laut NBC aber, dass Burns nicht wusste, ob Rogers irgendetwas mit dem Einbruch zu tun hatte.
Die Eltern von Caine Rogers begrüßten die Gerichtsentscheidung. „Wir sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Auch wenn es unseren Sohn nicht wieder lebendig macht, wissen wir, dass es ein erster wichtiger Schritt ist“, sagten Melva Rogers und Deravis Thomas laut NBC.
In den USA wird seit Monaten über Polizeigewalt debattiert. Mehrere Vorfälle, bei denen Polizisten unbewaffnete Schwarze töteten, lösten landesweite Proteste aus.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert