US-Justiz unter Trump: Hinrichtungen durch Erschießen und Ersticken
Donald Trump will mehr Exekutionen auf Bundesebene. Zudem soll die Bandbreite der Tötungsmethoden erweitert werden, heißt es in neuen Anweisungen des US-Justizministeriums.
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epd | Das US-Justizministerium hat am Freitag (Ortszeit) Anweisungen erteilt, Todesurteile auf Bundesebene zügiger und auch mit selten angewendeten Methoden wie Ersticken und Erschießen zu vollstrecken. Die Neuerungen in dem 48-seitigen Dokument machten Maßnahmen von Trumps Vorgänger Joe Biden rückgängig. Bidens Justizminister Merrick Garland hatte 2021 ein nationalstaatliches Hinrichtungsmoratorium ausgesprochen und Biden hatte die Todesstrafen von 37 zum Tod Verurteilten in lebenslange Haft umgewandelt.
Donald Trumps amtierender Justizminister Todd Blanche erklärte am Freitag, Biden habe Opfern von Verbrechen „unsagbaren Schaden“ zugefügt. Das Justizministerium bewilligte die in vielen Bundesstaaten gebräuchliche Giftspritze als Hinrichtungsmethode. Die US-Gefängnisbehörde solle jedoch auch Erschießungen, den elektrischen Stuhl und „tödliches Gas“ in Betracht ziehen. Gemeint ist damit die sogenannte Stickstoffhypoxie. Dem Verurteilten wird über eine Gesichtsmaske Stickstoff zugeführt. Er stirbt an Sauerstoffmangel.
Hinrichtung per Giftspritze am gängigsten
Die meisten Todesurteile werden in den USA von den Gerichten der einzelnen Bundesstaaten ausgesprochen. Hinrichtungen werden größtenteils per Giftspritze durchgeführt. Der elektrische Stuhl wird kaum mehr verwendet. Ersticken wurde 2024 im Bundesstaat Alabama eingeführt. Fünf Staaten erlauben nach Angaben des unabhängigen Todesstrafeninformationszentrums Erschießungen. In seiner ersten Amtsperiode hatte Trump 13 Menschen hinrichten lassen.
27 der 50 US-Bundesstaaten sehen laut Informationszentrum die Todesstrafe bei Mord unter bestimmten erschwerenden Umständen vor. In vier dieser Staaten ist gegenwärtig ein De-facto-Hinrichtungsmoratorium in Kraft. In den übrigen 23 Staaten gibt es keine Todesstrafe.
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