Trumps Machtspiele : Wie geht man mit einem Mafia-Boss um?
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Trump rückt von seinen Grönland-Drohungen ab. Doch die Nato steht nach diesem Egotrip nur noch in Anführungszeichen.
Donald Trump drohte mit der Annexion Grönlands – und machte dann in Davos einen halben Rückzieher: keine Invasion, vorerst keine Strafzölle gegen EU-Staaten. War das ein Erfolg europäischen Drucks? Oder hat Trump am Ende nur Krawall geschlagen, um etwas zu bekommen, was die USA ohnehin längst konnten: mehr militärische Präsenz in der Arktis?
Warum hat Trump überhaupt nachgegeben und was verrät dieser Egotrip über den Zustand der transatlantischen Beziehungen? Reicht schon die Ankündigung von Gegenzöllen, um Trump zu stoppen? Welche Rolle spielen Börsenkurse, Inflation und die innenpolitische Stimmung in den USA? Und was heißt das für Deutschland, das sich weiterhin gern als transatlantischer Musterschüler versteht?
Klar wird: Selbst wenn Grönland kurzfristig „vom Tisch“ scheint, ist die größere Frage damit nicht beantwortet. Wie unabhängig kann Europa strategisch werden – militärisch, wirtschaftlich, technologisch? Und wie realistisch ist das, wenn viele Abhängigkeiten von den USA (Cloud, Satelliten, Geheimdienste, Exportmarkt) noch auf Jahre bestehen bleiben?
Außerdem geht es um ein neues Projekt, das in Davos Fahrt aufnimmt: Trumps angekündigtes „Peace Board“ – ein elitärer Friedensrat als Gegenmodell zu den Vereinten Nationen, mit handverlesenen Verbündeten und klarer Machtpyramide. Spinnerei oder ernsthafter Angriff auf die ohnehin wankende regelbasierte Ordnung?
Am Ende bleibt die Kernfrage: Hat Europa verstanden, dass die alte Weltordnung nicht einfach zurückkommt – auch nicht nach Trump? Oder klammert man sich weiter an jeden Strohhalm, der nach „wie früher“ aussieht?
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