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„Terrorunterstützer“-Liste der TürkeiTerrorvorwurf gegen Dönerbude

BASF und Daimler sollen nach Angaben der türkischen Regierung, Terroristen unterstützen – und ein Imbiss in NRW. Deutsche Politiker halten das für „absurd“.

Was haben sie schreckliches vor? (Symbolbild) Foto: dpa

afp | Die türkische Regierung hat den deutschen Behörden einem Medienbericht zufolge eine Liste mit angeblichen Terrorunterstützern übergeben, auf der sich auch deutsche Firmen befinden. Auf der Liste, die dem Bundeskriminalamt (BKA) vor Wochen übergeben worden sei, stehen nach Informationen der Wochenzeitung Die Zeit die Namen von insgesamt 68 Unternehmen und Einzelpersonen.

Darunter seien Konzerne wie Daimler und BASF, aber auch ein Spätkauf-Imbiss sowie eine Dönerbude in Nordrhein-Westfalen.

Die genannten Unternehmen sollen demnach Verbindungen zur Bewegung des Predigers Fethullah Gülen haben, den der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan für den Putschversuch vor einem Jahr verantwortlich macht.

In Berliner Regierungskreisen werde die Liste als „absurd“ und „lächerlich“ bezeichnet, berichtete die Zeit. Das BKA habe die türkischen Behörden um weiterführende Informationen gebeten, bislang aber keine Antwort erhalten.

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1 Kommentar

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  • Damit wurde wohl bereits der geistige Zustand beim historischen deutschen NS-Bodensatz und deren heutigen NSU-Freund*innen erreicht, oder?

     

    Die heutigen Bürger der Bundesrepublik, mit türkischer, armenischer, griechischer und kurdischer Herkunft, - vormals in der Türkei, sie sollten sich gegen den AKP-Faschismus -auch in Deutschland- organisieren!

     

    Eine schweigende Mehrheit der Menschen, vormals türkischer Herkunft, ist ebenso wenig gesellschaftspolitisch zu akzeptieren, wie die Wahlentscheidung der beteiligten Mehrheit für die post-faschistische AKP-Diktatur in der Türkei!

     

    Die AKP-Wähler in Deutschland haben sich gegen die bürgerliche Freiheit und Demokratie und damit gegen die Bevölkerungsmehrheit in der Türkei entschieden! Zugleich haben sie in der Bundesrepublik soziale und politische Mitwirkungsmöglichkeiten, die sie den Zurückgelassenen in der Türkei verwehren! Diese faschistische Gesinnung, die sich gegen große Teile der türkischen Bevölkerung (in der Türkei) richtet, darf nicht widerspruchslos hingenommen werden!