Suchtmediziner über Coronakrise: „Wie der Feldmarschall“

79.400 Menschen in Deutschland sind in einer Substitutionsbehandlung. Mediziner:innen und Ambulanzen geraten an ihre Grenzen.

Spritzen liegen in einer Hand

Eine Krisen­situation kann Menschen dazu bringen, in alte Suchtmuster zu verfallen Foto: Michael Schick/imago

taz: Herr Lyonn, was hat sich in Ihrer Drogenambulanz seit der Coronakrise geändert?

Norbert Lyonn: Wir wurden über die Kassenärztlichen Vereinigungen informiert, dass wir Patientinnen und Patienten in einigen Fällen großzügigere Take-Home-Verordnungen ausstellen können. Das bedeutet, dass wir beispielsweise Menschen, denen wir bisher nur dreimal in der Woche eine Ration Methadon geben durften, nun ein Rezept für eine Woche ausstellen können. Das soll einerseits dazu führen, dass unsere Ambulanz entlastet wird, und andererseits dazu, dass sich nicht mehr so viele Patienten auf den Weg zu uns machen müssen. Viele Drogensüchtige haben nämlich durch den langjährigen Drogenkonsum ein geschwächtes Immunsystem und gehören zur Corona-Risikogruppe.

Was sich auch geändert hat: Die Obergrenzen für Patientinnen und Patienten sind aktuell weggefallen, wir dürfen also mehr Menschen in der Ambulanz aufnehmen. Außerdem haben wir unsere Dienstzeit zur Substitutionsvergabe verlängert, haben einen Security-Mann vor der Tür und lassen nur noch fünf Patientinnen und Patienten gleichzeitig in die Ambulanz.

Wie entscheiden Sie darüber, wem Sie eine Take-Home-Verordnung geben können und wem nicht?

Norbert Lyonn

63, ist Suchtmediziner und leitet die Ambulanz für integrierte Drogenhilfe in Berlin-Kreuzberg, in der mehr als 300 Menschen mit Opiatabhängigkeit behandelt werden.

Wir sehen viele der Patientinnen und Patienten wöchentlich, manche sogar täglich, und versuchen einzuschätzen, wessen Situation stabil genug für eine größere Verordnung ist. Manche müssen weiterhin jeden Tag kommen, weil der Beikonsum mit Heroin, Kokain oder Alkohol einfach zu chaotisch ist. Aufgrund der aktuellen Situation geben wir aber auch manchen Patientinnen und Patienten mit geringem Beikonsum eine Take-Home-Verodnung, die normalerweise keine bekommen würden. Es ist also immer eine individuelle Entscheidung.

Was bedeuten diese größeren Take-Home-Verordnungen für die Behandlung?

Ich befürchte, dass viele meiner Patientinnen und Patienten während der Krise wieder mehr konsumieren werden. Wir hatten, seit die neue Regelung aktiviert wurde, schon Menschen, die in die Ambulanz gekommen sind und gesagt haben: „Ich hatte die Nase so voll, ich musste mich zumachen!“ Eine Krisensituation kann Menschen dazu bringen, in alte Suchtmuster zu verfallen, die wir in der Behandlung mühsam versuchen zu verändern. Die Menschen haben Angst und sind unsicher, was dazu führt, dass sich ihr Konsumrisiko vergrößert.

Können diese größeren Rationen auch andere negative Folgen mit sich bringen?

Ja, es besteht das Risiko, dass die Take-Home-Verordnungen nun in größerem Stil auf dem Schwarzmarkt landen und verkauft werden. Es sind seit Beginn der Krise schon einige Patientinnen und Patienten in die Ambulanz gekommen, die ihre Rationen angeblich verloren haben. Denen geben wir dann zwar ein Substitut vor Ort, die Take-Home-Verordnung ersetzen wir aber nicht. Ein Problem dabei ist, dass sich viele Menschen, die diese Substitutionsmittel illegal in der Szene kaufen, nicht mit der Dosierung auskennen – und das kann dann schlimme Folgen haben.

Wie reagieren Ihre Patientinnen und Patienten auf die Veränderungen?

Die meisten von ihnen sind kooperativ und dankbar. Einige versuchen auch Druck auf uns auszuüben, um eine Take-Home-Verordnung zu bekommen, obwohl ihre Lebenssituation nicht stabil genug dafür ist. Viele der suchtkranken Menschen, die noch vor der Krise keine psychosoziale Behandlung wollten und alles getan haben, dieser zu entgehen, fragen in der jetzigen Situation nach unserem Betreuungsangebot. Wir können diesen Bedürfnissen aber gerade nicht gerecht werden.

Der Anspruch, unterstützt zu werden, wird von einigen deutlich formuliert – diese Patientinnen und Patienten reagieren mitunter wütend und beschimpfen uns sogar. Viele dieser Menschen leiden unter existenziellen Problemen und haben oft kein Handy, auf dem unsere Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sie erreichen können. Unsere Aufgabe besteht aktuell darin, den Patientinnen und Patienten zu sagen, was wir leisten können, oder besser gesagt: was wir gerade nicht leisten können. Manche Menschen sind dem System hilflos ausgeliefert.

Entlasten die vergrößerten Take-Home-Verordnungen Ihre Ambulanz?

Nein, wir haben gerade mehr Patientinnen und Patienten. Seit der Coronakrise haben manche Angst, sich beim Kontakt mit ihrem Dealer anzustecken, und kommen deshalb zu uns, um substituiert zu werden. Außerdem werden seit der Corona­krise viele Menschen frühzeitig aus ihrer Haft entlassen – und viele von denen brauchen Methadon oder ein anderes Substitutionsmittel.

Diese Menschen sind oft wohnungslos, ohne Versicherung und sozial nicht eingebunden. Sie haben also einen großen Bedarf für sozialarbeiterische Angebote, den wir nicht erfüllen können. Diese Angebote wurden nämlich stark reduziert und finden hauptsächlich telefonisch statt. Noch dazu kommt: Da unsere stabilen Patientinnen und Patienten zu Hause bleiben, ist der Anteil an Suchtkranken in unserer Ambulanz, die chaotische Lebensverhältnisse haben, aktuell viel größer als sonst.

Wie schützen Sie und Ihr Team sich in der Ambulanz?

Wir geraten alle an unsere Grenzen und sind in einer prekären Situation, weil wir keine Schutzkleidung haben. Mein Team trägt seit zwei Wochen Gesichtsmasken, die eigentlich für einen Einsatz von vier bis fünf Stunden vorgesehen sind. Das ist dramatisch. Ich verbringe einen großen Teil meiner Zeit damit zu versuchen, Masken zu organisieren, und greife dabei auf all meine Ressourcen zurück. Menschen aus meinem Bekanntenkreis haben bereits angefangen, Masken für unsere Praxis zu nähen. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber wir werden weder vom Gesundheitsamt noch von der Kassenärztlichen Vereinigung ausreichend unterstützt. Ich fühle mich im Stich gelassen.

Wir können nur hoffen, dass wir gesund bleiben. Das Team in unserer Ambulanz ist nicht groß genug, um zwei Gruppen zu bilden – damit im Notfall ein Team einspringen kann, falls das andere krank wird. Ich mache mir große Sorgen darüber, dass aufgrund eines Coronafalls eine größere Praxis in Berlin geschlossen werden muss – und alle Patientinnen und Patienten verteilt werden müssen. Ich weiß nämlich nicht, was dann mit diesen Menschen passieren soll.

Was würde denn konkret passieren, wenn Ihre Ambulanz schließen müsste?

Wir würden entweder weiterarbeiten, ohne in Quarantäne zu gehen, oder versuchen, aus dem Homeoffice unsere 330 Patientinnen und Patienten an andere Praxen zu vermitteln. Das würde diese Praxen aber überfordern, denn viele sind aktuell schon an ihren Grenzen und haben keine ausreichenden Schutzmaterialien. Im schlimmsten Fall könnten die Patientinnen und Patienten nicht mehr mit ihrem Substitutionsmittel versorgt werden.

Wie geht es Ihnen in dieser Ausnahmesituation während der Arbeit?

Es ist sehr deprimierend. Ich arbeite gerne mit meinen Patientinnen und Patienten und habe sonst immer lange Gespräche. Die Arbeit in einer Drogenambulanz ist auch sonst kein Job, bei dem man schnelle Erfolge sehen kann. Das hat sich nun verschlechtert. Wir können aktuell nur das Nötigste tun und deshalb keine richtigen therapeutischen Interventionen durchführen. Unsere Einrichtung ist für viele Patientinnen und Patienten oft die einzige Anlaufstelle. Es ist für die Gesundheit dieser Menschen nicht förderlich, wenn der Kontakt verringert wird. Wir sind aktuell fast wie eine Vergabemaschine und ich komme mir vor wie der Feldmarschall. Ich weiß nicht, wo das hinführen soll.

Einmal zahlen
.

■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie im Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 29. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de

Ihren Kommentar hier eingeben