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"Spiegel Online" schweigt zu AustAn der Brandstwiete droht "Bürgerkrieg"

Aufruhr in Deutschlands Medien über das bevorstehende Aus für "Spiegel"-Chefredakteur Aust. Nur ein Leitmedium sitzt die Personalie wortlos aus: "Spiegel Online".

Das Aust-Aus "keine Nachricht": "Spiegel Online"-Leserin am Laptop Bild: dpa

taz BERLIN Die dürre Pressemitteilung, dass der Vetrag von Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust nicht verlängert werden würde, kam am Donnerstag um 17.22 Uhr - früh genug für die meisten Zeitungen, die Meldungen noch ins Blatt zu nehmen. Spiegel Online allerdings, eine wichtige Stimme im Kanon der deutschen Leitmedien, hatte 24 Stunden später über diese hausinterne Personalie noch immer kein Wort verloren. Warum?

An einer Weisung, keine Interna zu publizieren, liegt es angeblich nicht. Rüdiger Ditz, stellvertretender Chefredakteur von Spiegel Online, erklärte am Freitagabend auf Anfrage der taz: "Es gab die Hausmitteilung, und darüber hinaus ist das für uns keine Nachricht".

Weil mit Mathias Müller von Blumencron der Chefredakteur von Spiegel Online als möglicher Nachfolger gehandelt wird? Aus der Redaktion war die einfache Begründung in Erfahrung zu bringen, dass Spiegel Online nicht in der Mitarbeiter KG ist, die den "Coup" gegen Aust eingefädelt hat, daher von allen internen Kommunikationswegen abgeschnitten sei und deshalb entsprechend zurückhaltend agiere.

Überdies sei die Sache möglicherweise noch nicht entschieden, da sich Stefan Aust gegenwärtig noch in dem Rückflug von seinem Urlaubsort Bali befinde. Möglicherweise stünden dem Unternehmen anstelle eines reibungslosen Machtwechsels nun "erst einmal vier Wochen Bürgerkrieg" bevor.

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