Spanische Polizei verhinderte Attentat: Mordanschlag auf Sánchez vereitelt
Ein 63-Jähriger soll nach Angaben der Polizei einen Anschlag auf den spanischen Ministerpräsidenten geplant haben. Er sei bereits dem Richter vorgeführt worden.
Foto: reuters
dpa | Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben ein Attentat auf Ministerpräsident Pedro Sánchez vereitelt. Vor drei Wochen habe man einen Mann festgenommen, der einen Mordanschlag auf den sozialistischen Politiker (46) geplant habe, teilte die katalanische Polizei Mossos d'Esquadra am Donnerstag in Barcelona mit.
Der Festgenommene habe sich nach bisherigen Erkenntnissen für die Pläne der sozialistischen Regierung rächen wollen, die in einem riesigen Mausoleum nordwestlich von Madrid liegende Leiche des früheren Diktators Francisco Franco (1892-1975) umzubetten.
Der 63-Jährige stammt aus dem katalanischen Terrassa. Er sei ein erfahrener Schütze, besitze einen Waffenschein und habe bei einem privaten Sicherheitsdienst gearbeitet, hieß es. In seinem Haus habe der Mann 16 Schusswaffen gehabt, darunter Präzisionsgewehre und auch ein Sturmgewehr. Nach Medienberichten soll der Mann seine Anschlagspläne unter anderem in sozialen Netzwerken angekündigt haben.
Der nicht vorbestrafte Verdächtige sei bereits dem Richter vorgeführt worden und sitze nun in Terrassa rund 30 Kilometer nordwestlich der katalanischen Hauptstadt Barcelona in Untersuchungshaft, teilte eine Sprecherin der Justiz in Katalonien der Deutschen Presse-Agentur mit.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert