Schattenumriss einer Frau.

In Nigeria werden jährlich geschätzt bis zu 2,8 Millionen illegale Abtreibungen durchgeführt Foto: Kiki Mordi

Schwangerschaftsabbrüche in Nigeria:Letzter Ausweg Quack

Nirgendwo sterben so viele Frauen an den Folgen unsicherer Abtreibungen wie in Nigeria. Drei Überlebende erzählen.

18.1.2021, 12:16  Uhr

Der Grund, warum so viele Frauen in Nigeria ihr Leben aufs Spiel setzen müssen, verbirgt sich hinter Paragrafen: Staatliches Gesetzbuch, Südnigeria, Paragraf 228–230; Strafgesetzbuch, Nordnigeria, 232–234. Darin steht: Nur wenn das Leben einer Frau gefährdet ist, darf in Nigeria ein Schwangerschaftsabbruch durchgeführt werden. Lässt sich der Notfall nicht nachweisen, begehen Ärzte und die Patientinnen selbst eine Straftat, die mit bis zu 14 Jahren Gefängnis für Ärzte und sieben Jahren für die Frauen bestraft werden kann.

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Es sind strenge Gesetze, die noch aus der Kolonialzeit stammen, doch eines erreichen sie nicht: dass weniger Frauen abtreiben. Stattdessen suchen die betroffenen Frauen Hilfe bei sogenannten Quack-Kliniken, illegalen Abtreibungseinrichtungen, oder sie führen den Abbruch ohne Beratung mit Medikamenten selbst durch. Eine Abtreibung kostet in Lagos, der größten Stadt Nigerias, zwischen drei und 100 Dollar, je höher der Preis, desto besser der Service. Nur wer es sich leisten kann, landet tatsächlich bei einem ausgebildeten Arzt.

Das Guttmacher Institute, eine Nichtregierungsorganisation aus den USA, schätzt, dass in Nigeria jährlich bis zu 2,8 Millionen illegale Abtreibungen stattfinden. Mehr als die Hälfte von ihnen gilt als unsicher, als lebensgefährlich. Dem Institut zufolge sind es etwa 6.000 Frauen, die jedes Jahr an den direkten Folgen einer Abtreibung sterben, Zehntausende leiden gesundheitlich an den Folgen.

Es ist anzunehmen, dass nirgendwo auf der Welt so viele Frauen an unsicheren Abtreibungen sterben wie in Nigeria. Am Beispiel Nigeria zeigt sich: Die Debatte um das Recht auf Schwangerschaftsabbruch dreht sich nicht um eine moralische Frage – es geht dabei um Leben und Tod.

Was das bedeutet, berichten Frauen, die überlebt haben.

Eine Frau mit Kapuze sitz in einem Auto.

„Dieses Mädchen ist so und so“, lästerten Männer über Dany Foto: Kiki Mordi

Dany, 30: „Es ist ein Glücksspiel“

Wir sind damals weit raus aus der Stadt gefahren, immer weiter und weiter. Ich habe meinen Freund nicht nach der Adresse gefragt, ich habe einfach darauf vertraut, dass er und sein Kumpel mich an den richtigen Ort bringen. Bis dahin war ich eine sehr selbstbewusste Frau, aber diese Erfahrung hat mich verändert.

Die Klinik lag im Nirgendwo. Es war sehr laut dort, und die Männer haben abfällig über mich geredet und gelästert: ‚Oh, dieses Mädchen ist so und so.‘ Ich habe mir nur gewünscht, dass sie mich in Ruhe lassen. Der Vorgang selbst war zwar schmerzhaft, aber schnell vorbei. Ich war so erleichtert, als es vorbei war.

Ich habe mich nicht schuldig gefühlt, es war ja nichts Falsches daran. Aber ich habe mich für meine Situation geschämt, und ich bin diese Scham nie mehr losgeworden. Sie sitzt tief in mir drin, es fühlt sich an, als wäre ich damals beschädigt worden.

Als ich jünger war, war ich mir sicher: Frauen, die abtreiben, sind schlechte Menschen. Ich glaube, Nollywood, die nigerianische Filmindustrie, hat dieses Bild stark geprägt. Abtreibung wurde dort immer als etwas sehr Schlechtes und Gefährliches dargestellt. Aber es ist ja nur gefährlich, weil es illegal ist und deswegen nicht beim Arzt stattfinden kann.

Eigentlich bin ich in einer liberalen Familie aufgewachsen. Meine Eltern haben mich nie eingeschränkt, wir haben offen über Sex gesprochen. Meine Mutter hat immer gesagt: ‚Wenn du schwanger wirst, sag es uns einfach, aber treib bitte nicht ab.‘ Aber was, wenn ich den Vater des Kindes nicht einmal mag? Soll ich ihn dann heiraten, nur um gemeinsam ein Kind zu haben?

Ich bin dann gleich bei meinem ersten Mal schwanger geworden. Was für ein Pech. Ich wollte keine Jungfrau mehr sein und habe zu meinem Freund gesagt: ‚Lass es uns tun, aber wir benutzen ein Kondom, klar?‘ Wir haben miteinander geschlafen, doch beim Sex ist das Kondom gerissen. Ich habe gesagt: ‚Pass auf, dass du nicht in mir drin kommst.‘ Er war älter als ich und hatte viel mehr sexuelle Erfahrungen, ich habe ihm vertraut. Aber wenige Wochen darauf war ich schwanger.

Ich war 18 Jahre alt und habe studiert, ich wollte Karriere machen und war noch nicht bereit für ein Kind. Mein Freund hat dann die Adresse von dieser Klinik besorgt. Als ich ihn gefragt habe, woher er weiß, dass das sicher ist, meinte er nur: ‚Ich habe die Adresse von einem Freund.‘ Ich kann bis heute nicht sagen, ob es damals sicher war oder nicht, aber ich hatte sehr lange die Angst, dass durch die Abtreibung mein Uterus zerstört wurde.

Wurde er nicht, ich bin sechs Jahre später noch einmal schwanger geworden. In der Zeit habe ich zum Glück schon genug Geld verdient, um nicht mehr in diese illegale Klinik fahren zu müssen. Ich habe stattdessen bei Krankenhäusern angerufen. Manche haben direkt abgesagt, andere meinten: ‚Wir machen so etwas nicht, aber kennen da jemanden …‘ Da habe ich direkt gesagt: ‚Auf gar keinen Fall. Ich komme nur, wenn es über das Krankenhaus läuft.‘ Das war ein wirklich gutes Gefühl, selbst über meinen Körper entscheiden zu können und nicht von anderen abhängig zu sein.

Dany, 30

„Als ich aus der Narkose aufgewacht bin, meinte eine Schwester zu mir: ‚Wissen Sie eigentlich, dass Sie gerade einen Mord begangen haben?‘ Ich habe geantwortet: ‚Wissen Sie eigentlich, dass Sie gerade ein Leben gerettet haben?‘“

Irgendwann hat dann eine Klinikmitarbeiterin gesagt: ‚Kommen Sie vorbei.‘ Sie wollten die Abtreibung nicht direkt am Telefon vereinbaren, aber da wusste ich, sie würden es machen.

Der Arzt war so richtig freundlich zu mir, er hat mir regelrecht meinen Arsch geküsst – und hat mir deutlich mehr berechnet als der Quack vom letzten Mal. Mir war das in dem Moment egal, ich habe mich sicher gefühlt, das war die Hauptsache.

Als ich aus der Narkose aufgewacht bin, meinte eine Schwester zu mir: ‚Wissen Sie eigentlich, dass Sie gerade einen Mord begangen haben?‘ Und ich war so perplex, ich habe geantwortet: ‚Wissen Sie eigentlich, dass Sie gerade ein Leben gerettet haben?‘

Für Frauen in Nigeria ist es ein Glücksspiel. Selbst wenn man viel Geld hat, kann man sich nie sicher sein, ob man an den richtigen Arzt gerät. Hätte die Klinik mich nicht aufgenommen, hätte ich immer weiter telefonieren müssen, wer weiß, an wen ich am Ende geraten wäre. Dabei habe ich doch kein Verbrechen begangen oder so etwas. Ich hatte Sex, ich habe niemanden umgebracht.“

Schattenumriss einer Frau.

Nelly wurde bei ihrem ersten Mal schwanger Foto: Kiki Mordi

Nelly, 24: „Mein Körper hat sich angefühlt, als würde er brennen“

Ich musste über einen Typen hinwegkommen, in den ich ziemlich verliebt war, der aber keine ernsthafte Beziehung mit mir wollte, deshalb habe ich mit diesem anderen Mann geschlafen. Es war bloß ein Abenteuer, und es war das erste Mal Sex in meinem Leben. Ich ging damals aufs College im Bundesstaat Imo und war zu Besuch in Lagos.

Damals wusste ich nur aus einer Zeitschrift und aus Büchern ein bisschen was über Sex. Niemand hatte je mit mir über Verhütung gesprochen, niemand hatte mich aufgeklärt. Ein paar Wochen nach dem Vorfall, als ich wieder an der Uni war, wurde mir immer wieder schlecht, ich hatte Gliederschmerzen.

Ich war mir sicher, ich hätte Malaria oder Typhus. Also bin ich zum Arzt gegangen. Aber ich hatte nichts. Irgendwann meinte eine Freundin im Scherz: ‚So viel wie du isst – bist du schwanger?‘ Ich hab das total verdrängt. Aber dann bin ich doch in ein Labor gegangen und habe einen Schwangerschaftstest gemacht. Ich war im dritten Monat.

Ich habe es niemandem erzählt. Mir war klar: Ich war emotional einfach nicht bereit für ein Kind. Auf keinen Fall wollte ich die sein, die für alle eine große Enttäuschung ist, die versagt hat. All die Schuld und die Scham, unverheiratet schwanger!

Ich bin das älteste von fünf Geschwistern. Wir Kinder haben uns lange ein Zimmer geteilt, dann mussten wir in eine Einzimmerwohnung umziehen, zu siebt. Mein Vater schlug meine Mutter, manchmal auch mich. Meine Mutter hat sich in den Glauben an Gott zurückgezogen, überall Dämonen gesehen und meinte, Leute wären besessen. Irgendwann hat mein Onkel angefangen, mich anzufassen. Alle haben weggeschaut. Ich habe bis heute mit niemandem darüber geredet.

Auch finanziell war ich nicht bereit für ein Kind – meine Mutter hatte zu dem Zeitpunkt meiner Schwangerschaft gerade ihr Geschäft verloren, ich war praktisch obdachlos, lebte bei meiner Cousine und war auf der Suche nach einem Job, um mein Studium zu finanzieren. Wie hätte ich da noch ein Kind durchbringen sollen?

Als ich die Frau im Labor nach Möglichkeiten gefragt habe, um die Schwangerschaft zu beenden, wollte sie mir die Abtreibung ausreden. Ich bin dann nach Hause gegangen und habe im Internet nach Hilfe gesucht. Man findet kaum verlässliche Informationen. Ich habe Namen von Medikamenten gefunden, die in Nigeria für andere Zwecke zugelassen sind, aber auch eine Schwangerschaft beenden können.

Ich hatte niemanden, der mir helfen konnte, man muss das alles heimlich machen. Also bin ich in Apotheken gegangen und habe gesagt, ich brauche die Medikamente für eine Freundin, die abtreiben will.

Dieser Text stammt aus der taz am wochenende. Immer ab Samstag am Kiosk, im eKiosk, im praktischen Wochenendabo und rund um die Uhr bei Facebook und Twitter.

Irgendwann hat mir eine Apothekerin das Medikament Misoprostol gegeben, das habe ich zu Hause genommen, aber nichts ist passiert. Ich bin also am nächsten Tag wieder in die Apotheke, und sie hat mir was anderes gegeben. In der Nacht dachte ich, ich sterbe. Ich hab nur noch gebetet: ‚Gott, vergib mir meine Sünden, lass mich in den Himmel kommen.‘ Mein Körper hat sich angefühlt, als würde er brennen. Ich bin in meinem Zimmer auf- und abgelaufen, hatte panische Angst.

Aber niemand durfte etwas mitbekommen, besonders nicht meine Cousine. Es war schrecklich, so viel Blut. Die Blutungen haben erst nach zwei Monaten aufgehört. Ich hatte immer Angst, dass doch etwas schief gegangen war, deshalb habe ich anschließend nie einen Ultraschall gemacht.

Die Stadt, in der ich lebe, Lagos, kann sehr einsam sein, es sei denn, man hat reiche Freunde. Für mich ist Lagos hart. Man gibt hier mehr aus, als man verdienen kann. Ich arbeite als Bloggerin, jeden Tag hänge ich stundenlang im Stau fest. Für den mageren Lohn lohnt sich das eigentlich gar nicht. Aber in Zeiten der Pandemie bin ich froh, dass ich überhaupt einen Job habe. Ich lebe heute wieder mit meiner Mutter zusammen. Sie hat keine Ahnung, dass ich abgetrieben habe.

Heute weiß ich, wie ich an Verhütungsmittel komme. Aber ich finde trotzdem: Es sollte einen sicheren Ort geben, an dem Frauen ihre Schwangerschaft beenden können, ohne um ihr Leben zu fürchten oder wie Kriminelle behandelt zu werden.“

Als Kenny selbst entscheiden konnte, bekam sie ein Kind Foto: Kiki Mordi

Kenny, 24: „Religion ist kein sicherer Raum für Frauen“

Ich bin in einer sehr religiösen Familie aufgewachsen, muslimisch, meine Eltern beten fünf Mal am Tag. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sie jemals ein Gebet verpasst hätten. Meine Zwillingsschwester und ich, wir haben immer mitgemacht, weil das so von uns erwartet wurde. Für meine Eltern war es ein absolutes Tabu, über Sex zu sprechen, und auch in der Schule war es kein Thema. Wir haben niemals Aufklärungsunterricht oder so etwas bekommen.

Alles, was ich darüber wusste, habe ich von älteren Freunden erfahren. Das Einzige, was meine Mutter immer sagte, war: ‚Wenn du dir ein Verhütungsmittel einsetzen lässt, dann macht dich das unfruchtbar!‘ Sie hat mir das regelrecht eingeimpft.

Als ich 17 war, habe ich diesen Typen gedatet, einen Arbeiter. Wenn wir miteinander geschlafen haben, hatten wir zwar Kondome dabei, aber haben sie nicht benutzt. Keine Ahnung warum, ich glaube, wir fanden das nicht angenehm. Damals war es allerdings noch schwierig, an andere Verhütungsmittel zu kommen und etwas Permanentes wollte ich mir nicht einsetzen lassen, zu sehr hatte mich meine Mutter geprägt. Mein damaliger Freund hat deshalb immer versucht, nicht in mir zu kommen. Nach einigen Monaten wurde ich trotzdem schwanger.

Mein Freund hat gesagt, wenn wir heiraten, dann könnten wir das Kind behalten, aber meine Mutter hätte nie akzeptiert, dass ich so jung heirate. Bloß ein uneheliches Kind wäre noch schlimmer gewesen. Also habe ich gesagt: Ich will abtreiben.

Kenny, 24

„Für meine Eltern war es ein absolutes Tabu, über Sex zu sprechen, und auch in der Schule war es kein Thema“

Mein Freund hat mich in eine winzige Abtreibungsklinik am Stadtrand gefahren, die von einer einzelnen Krankenschwester betrieben wurde. Der Raum war klein und dunkel, und auf einem Tisch lagen Scheren und andere Instrumente bereit. Ich hatte wahnsinnige Angst.

Die Frau hat mir dann Medikamente gespritzt, und nach 15 Minuten war sie fertig. Ich glaube, sie hat sich sehr beeilt, da im Warteraum noch weitere Frauen saßen. Ich hatte Schmerzen, und mein Freund hat mich nach Hause gefahren, meine Beziehung zu ihm ist anschließend zerbrochen.

Ich bin am Wochenende nach dem Abbruch zu meiner Familie gefahren. Mir ging es ziemlich schlecht, aber ich konnte mir nichts anmerken lassen. Niemand durfte etwas von der Abtreibung erfahren. Über Monate hinweg hatte ich große Schuldgefühle, während der Gebete an Ramadan habe ich immer heimlich gefleht: ‚Bitte vergib mir, bitte vergib mir.‘ Ich habe dann versucht, diese Erinnerung so schnell es ging zu verdrängen.

In der Zeit danach habe ich aufgehört, an Gott zu glauben. Mir wurde klar: Religion ist kein sicherer Raum für Frauen. Man bekommt dort keine Unterstützung, es geht immer nur um Schuld. Die Entscheidungen, die ich getroffen habe, passen einfach nicht zu religiösen Werten.

Vor vier Jahren habe ich doch noch ein Kind bekommen. Ich habe damals studiert und wurde wieder unerwartet schwanger. Zuerst wollte ich erneut abtreiben, aber dann habe ich mich entschieden, das Kind zu bekommen. Es war eine spontane Entscheidung, auch weil ich das Gefühl hatte: Ich bin jetzt unabhängig von meinen Eltern, ich kann selbst darüber entscheiden, was ich möchte. Zum Glück hatte ich viele Freunde, die mir in der Zeit geholfen haben.

Nach der Geburt meines Kindes hatte ich noch eine weitere Abtreibung, ich bin wieder in die Klinik vom ersten Mal gefahren. Die Schwester hat mir eine Spritze gegeben, es hat sich angefühlt wie meine Periode mit schlimmen Krämpfen. Schrecklich.

Ich hoffe, dass ich nicht noch einmal abtreiben muss. Schwangerschaftsabbrüche in Nigeria sind einfach nicht sicher, weil sie illegal sind. Ich hätte Angst, dass es irgendwann schief geht.

Ein Jahr nach der Geburt meines Kindes habe ich mir deshalb eine Spirale einsetzen lassen, endlich. Sie sitzt gut, ich spüre sie praktisch nicht. Heute wünsche ich mir, meine Mutter hätte mir nicht den Kopf mit all den Lügen über Verhütungsmittel gefüllt.“

Es gibt Hoffnung für die Frauen

Seit mehr als 30 Jahren kämpfen Ak­ti­vis­t*in­nen öffentlich um ein Recht auf Schwangerschaftsabbruch und einen besseren Zugang zu Verhütungsmitteln. Lange ist nichts passiert, doch seit wissenschaftliche Studien das Ausmaß des Problems aufgezeigt haben, öffnet sich die Debatte im Land.

Im Jahr 2009 erlaubte die nigerianische Regierung erstmals der britischen Nichtregierungsorganisation Marie Stopes, ein Gesundheitszen­trum in Lagos zu eröffnen. Dort werden Frauen nach einer Abtreibung medizinisch versorgt. Im Jahr 2014 eröffnete die Beratungshotline Ms Rosy, wo Frauen anonyme Hilfe bei Schwangerschaftsabbrüchen erhalten.

Und im Jahr 2015 reformierte der Bundesstaat Lagos seine Gesetze zu Schwangerschaftsabbrüchen: Ärz­t*in­nen dürfen Abtreibungen vornehmen, sobald die Gesundheit der Frau durch die Schwangerschaft angegriffen werden könnte.

Diese Recherche wurde finanziert durch ein Stipendium vom European Journalism Center und fand als Cross-Border-Recherche statt – von Deutschland und Nigeria über Telefon und soziale Netzwerke begonnen, traf Kiki Mordi die Frauen dann in Lagos zum Interview.

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